Über 70 Kinder waren auf's Christkind und erleben ein faszinierendes Krippenspiel
Engel sehen manchmal ganz anders aus

Gemeindereferentin Julia Plödt hatte mit den Kindern ein sehr nachdenkliches Krippenspiel einstudiert. Bild: stn

(stn) Alle Jahre wieder sorgen die Ministranten der Stadtpfarrkirche St. Georg mit ihrer Aktion "Wir warten auf's Christkind" dafür, dass dieses in den Familien ungestört zu Werke gehen kann. 70 Kinder nutzten das Angebot von 13 bis 16 Uhr im katholischen Pfarrheim in Neustadt, um die Zeit bis zur Kinderchristmette zu überbrücken.

25 Betreuer, bestehend aus den Gruppenleitern der Ministranten sowie ehemaligen Altardienern, waren damit beschäftigt, dem doch schon sichtlich aufgeregten Nachwuchs die Wartezeit etwas zu verkürzen. Dabei bastelten die 3- bis 5-Jährigen Kerzen mit Weihnachtsbaum, Sternen und Schneemännern, die 6- bis 7-Jährigen Schneemänner aus Papprollen, die 8- bis 9-Jährigen Sterne aus Tortenspitzen und die 10- bis 12-Jährigen Schneeflocken und Sterne. Zum Abschluss gab es Tee und Lebkuchen, bevor sich dann alle auf den Weg zur Kinderchristmette in der Stadtpfarrkirche aufmachten.

Nur frommes Getue

Gemeindereferentin Julia Plödt hatte diesmal mit über 22 Kindern ein aufwendiges Krippenspiel einstudiert, das auch die Erwachsenen zum Nachdenken anregte. Ein alter brummiger Mann (Gottfried Rittig) konnte mit dem Weihnachtsfest nichts anfangen. Er wollte nur seine Ruhe haben und wünschte auch niemandem ein frohes Fest. Für ihn ist Weihnachten nur ein Riesen-Rummel mit viel frommen Getue, aber nichts dahinter. Doch Julia (Julia Plödt) konnte schließlich den alten Grisgram dazu überreden, sich gemeinsam das Krippenspiel anzusehen. Und so verfolgten beide die Herbergssuche von Maria (Johanna Haulena) und Josef (Connor Orlowski). Dabei identifizierte sich der Alte mit den Hirten, diesen armen Schluckern. Er habe damals, als er noch Arbeit hatte, auch manchmal gefroren bei der Nachtwache und da habe sich auch niemand um ihn gekümmert. Und Engel habe er auch keine gesehen, höchstens mal eine Frau von der Ambulanz, die ihm manchmal einen Kaffee brachte. Da meinte Julia, dass eben vielleicht diese Frau ein Engel Gottes für ihn gewesen sei, er habe dies nur nicht gemerkt. "Engel können nämlich manchmal ganz anders aussehen, als wir meinen", erklärte das Mädchen. "Jesus sei auch überall da, wo man ihn nicht vermute, auch wenn man ihn nicht sehen kann. Man muss ihm nur eine Chance geben, einem zu helfen." Und so wie der griesgrämige Alte schließlich auch nicht mehr so brummelig war, so sei es immer mit Jesus. Dort, wo er hinkomme, da kriegen Menschen auf einmal neue Hoffnung, und sie werden fröhlicher und fangen an, anderen zu helfen.

Stille Nach, heilige Nacht

Das großartige Arrangement der Weihnachtslieder des Kinder- und Jugendchors "Regenbogen" mit ihren Instrumentalistinnen unter der Leitung von Waltraud Näger zog die Besucher in weihnachtlichen Bann.So richtig warm ums Herz wurde den Krippenbesuchern beim gemeinsamen Abschlusslied "Stille Nacht, heilige Nacht", bei dem nur der Christbaum das Gotteshaus festlich erleuchtete.

Am Ende verteilten die Ministranten eine Weihnachtsblume und die Weihnachtsgeschichte. Die Erwachsenen konnten das Friedenslicht von Bethlehem mit nach Hause nehmen.
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