Unglück bei Arbeiten an Brücke des Bocklradwegs
Arbeiter stürzt sechs Meter in die Tiefe

Mit dem Baukran (links im Bild) hievten die Rettungskräfte der Feuerwehr Neustadt und der Bergwacht Weiden den Verletzten aus dem unwegsamen Gelände knapp sechs Meter unter der Brücke. Bild: exb/Bergwacht

(arw/mte) Wie es genau zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Fest steht, dass ein Mann gegen 11.15 Uhr am Mittwochmittag bei der Erneuerung der Bohlen an der Brücke des Bocklradwegs sechs Meter in die Tiefe stürzte. Dessen Rettung gestaltete sich schwierig. Sie zog sich über längere Zeit hin. Darüber informierte die Polizeiinspektion Neustadt auf Nachfrage.

Nur über einen sehr steilen Hang, den der Notarzt und die Rettungskräfte des Roten Kreuzes vorsichtig seitlich passierten, kamen die Helfer an den Verunglückten heran. Für die Bergung des mittelschwer verletzten Zimmermanns unterstützte die Bergwacht Weiden die sieben Einsatzkräfte der Feuerwehr Neustadt.

Denn mit der Drehleiter allein war dem Unfallopfer in dem unwegsamen Gelände nicht zu helfen, erklärt Michael Spranger, Kommandant der Feuerwehr Neustadt/WN. Aber die Rettungskräfte wussten Rat. Sie nutzten den vorhandenen Baukran, um die Schleifkorbtrage der Feuerwehr daran zu befestigen. Eine Schleifkorbtrage ist eine Art Plastikschüssel mit Gurten, die es vermag, Verletzte bei der Bergung zu stabilisieren. Die Bergwacht Weiden um Bereitschaftsleiter Sebastian Vogel und weiteren sieben Mann mit drei Autos hintersicherte das Emporhieven des in der Trage eingelagerten Verletzten. Es galt dabei, mit der Trage nicht in Schieflage zu geraten. Ein Rettungswagen brachte den Mann schließlich ins Klinikum Weiden.

Die Arbeiten an der Sanierung der Brücke ruhen einstweilen, erklärte der Bauhofleiter Neustadts, Johannes Neumann. Der Chef des Bauunternehmens sorge sich verständlicherweise zuvorderst um den Verletzten.

Im Laufe des Septembers aber sollen diese Brücke sowie zwei weitere fertig saniert werden, informiert der Geschäftsleiter der Kreisstadt, Peter Forster.
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