Verbandsräte besichtigen Pumpwerk in Störnstein - Arbeiten in drei Wochen abgeschlossen
Zweckverband auf Draht

In sechs Metern Tiefe montieren Mitarbeiter der Firma Reitinger die Abwasserpumpen. Bild: arw

Es steht kurz vor der Vollendung: Die Mitglieder des Abwasserzweckverband Altenstadt/WN, Neustadt/WN, Störnstein besichtigten das Pumpwerk in Störnstein. Die veranschlagten Kosten von rund 260 000 Euro werden laut Verbandsvorsitzenden Rupert Troppmann eingehalten. Diplomingenieur Jürgen Wolfrum vom gleichnamigen Ingenieurbüro erläuterte den Verbandsräten den Baufortschritt am Pumpwerk. Erbaut wurde das Gebäude 1976/77. "In etwa drei Wochen sind die Restarbeiten abschlossen. Die Verzögerungen beruhen auf den Lieferzeiten der Hersteller." Es fehlen noch die Türen und die Außenverkleidung sowie der Asphalt vor dem Pumphaus.

Die Abwasserleitung von Störnstein nach Neustadt, die im Siedlungsgebiet "Beernleite" ins Neustädter Kanalnetz mündet, hat einen Durchmesser von 200 Millimeter. Da dort die entsprechenden Ablagerungen vorhanden waren, musste die Leitung gespült werden.

In der Stadthalle begrüßte Troppmann zur letzten Sitzung unter seiner Führung, auch seine Bürgermeisterkollegen Marianne Rauh, Ernst Schicketanz und Markus Ludwig. Für die Rückspülung des Rechens am Nachklärbecken wurde eine Zisterne benötigt. Die Firma Eiberweiser erledigte die Arbeiten für 4220 Euro. Gewässerbeauftragter Boris Damzog informierte, dass die "Einleitungsmengen bei Trockenwetter 450 Kubikmeter pro Stunde und der Mischwasserabfluss 850 Kubikmeter pro Stunde nicht überschreiten" werden. Die Einleitwerte liegen im erlaubten Mittelwert. Die Abwassermenge liege um die 1,7 Millionen Kubikmeter (1,8 im Jahr 2016), die Schmutzwassermenge bei 1,1 Millionen (1,02). Der Stromverbrauch stieg um 16 000 Kilowatt, erzeugt wurde 3000 Kilowatt mehr Strom. An Gas fielen 155 000 (150 000) Kubikmeter an. Der Klärschlammverbrennung wurden 245 Tonnen zugeführt. Damzog listete Störfälle, Überschreitungen und Mängel auf. Die Klärwärter nahmen an fünf Fortbildungen teil. Auch Damzog besuchte eine Fortbildung. Um keinen Stillstand in der Kläranlage entstehen zu lassen, benötigen die Beschäftigten Ersatzteile und neues Werkzeug.

Geplant ist, ein Ersatzrührwerk für die Belebungsbecken für rund 8000 Euro und eine Rohrpresszange für 2700 Euro mit Zubehör zu kaufen. Laufräder inklusive Felgen für den Rundräumer im Nachklärbecken schlagen mit 3000 Euro zu Buche. Ebenso viel kostet die Pressschnecke, das Überholen des Getriebes 1500 Euro. Am Regenüberlaufbecken steht am Wirbeljet eine Reparatur für rund 2000 Euro an. Alle Mittel wurden im Haushalt 2018 bereitgestellt. Für die Kanalbefahrung sind 40 000 Euro veranschlagt und werden auf die Jahre 2018 und 2019 verteilt. Die Wartung des Blockheizkraftwerkes kostet 46 000 Euro. Die Betriebskosten in Sachen Strom konnten um 20 000 Euro gesenkt werden.

Ab Januar 2018 rechnet der Abwasserzweckverband mit 12 277 Einwohnern. Neustadt wird mit 5800 Einwohner berechnet und einem Anteil von 47,15 Prozent, Altenstadt/WN mit 4760 (38,46). Störnstein mit 1488 (12,53) und Theisseil mit 229 Einwohnern und 1,88 Prozent.

Die Ein- und Ausgaben im Verwaltungshaushalt belaufen sich auf 797 566 Euro. Im Vermögenshaushalt sind es 176 915 Euro an Ein- und Ausgaben. Das Umlagesoll wird auf 739 693 Euro festgelegt. So beträgt der Beitrag der Gemeinde Altenstadt/WN 143 395,73, Stadt Neustadt 174 725,89, Störnstein 44 826,23 und Theisseil 6898,66 Euro. Für die Einleitungsmengen werden für Altenstadt nochmals 140 989,96 Euro, für Neustadt 174 016,05, Störnstein 47 837,42 und Theisseil 7006,07 Euro fällig. Einstimmig verabschiedeten die Räte den Haushalt wurde der Haushalt 2018.
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