03.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Vier Feuerwehrmänner wollen Richard Meier beerben Heiße Wahl des Kreisbrandrats

Wer wird neuer Kreisbrandrat? Spannung ist angesagt, wenn die Kommandanten nächste Woche den Nachfolger von Richard Meier wählen. Vier Bewerber stehen Gewehr bei Fuß.

Michael Spranger und Marco Saller (von links) bewerben sich aus der Landkreis-Mitte. Bilder: gsb/le
von Martin Staffe Kontakt Profil

Der Landkreis beschreitet bei der Ermittlung seines Feuerwehrchefs Neuland. Erstmals suchte er per Inserat im "Neuen Tag" Bewerber. Auf die Anzeige im Januar meldeten sich tatsächlich sieben Interessenten. Nach einer Vorauswahl, an der neben Landrat Andreas Meier und Personalchef Edmund Frummet auch Alexander Schröder, stellvertretender Leiter der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg, beteiligt war, blieben vier Männer übrig.

Johann Rewitzer , Kreisbrandinspektor Bereich Ost. Der 58-jährige selbstständige Malermeister aus Pleystein ist in dieser Funktion für 42 Feuerwehren zuständig.

Wolfgang Schwarz , seit 2016 als Nachfolger von Georg Tafelmeyer Kreisbrandinspektor Bereich West. Der 53-jährige technische Angestellte bei Pilkington in Weiherhammer ist für 36 Wehren verantwortlich.

Marco Saller aus Bergnetsreuth (Markt Floß) gehört mit seinen 26 Lenzen zu den Jungen der Feuerwehrgarde. Er ist Kreisbrandmeister und in der EDV-Einsatznachbearbeitung tätig. Als Leiter der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung ist er auch im Katastrophenschutz aktiv. Beruflich ist der Betriebswirt und Prozessmanager bei Witron (Service) beschäftigt.

Der Vierte im Bunde ist Michael Spranger . Der 53-jährige Hausmeister bei der Sparkasse ist schon 40 Jahre bei der Feuerwehr, seit 2004 Kommandant der Feuerwehr Neustadt. Sie zählt mit fast 200 Einsätzen im Jahr zu den schlagkräftigsten Truppen im Landkreis.

Landrat Andreas Meier wird als oberster Dienstherr des Kreisbrandrats die vier Kandidaten in der Dienstversammlung am Mittwoch, 11. April, um 19 Uhr in der Stadthalle vorschlagen. Wahlberechtigt sind die Kommandanten der 114 Freiwilligen und 2 Werks-Feuerwehren beziehungsweise deren Stellvertreter. Sie repräsentieren 4785 Feuerwehrleute. Die Wahl ist geheim und erfolgt mit Stimmzettel. Da der neue Kreisbrandrat über 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen muss, ist mit einer Stichwahl zu rechnen. Er ist dann für sechs Jahre im Amt.

Der Störnsteiner Richard Meier (60) hört zum 31. Mai nach 18 Jahren auf. Er könnte noch einmal kandidieren, verzichtet aber darauf. "Jetzt sollen die Jungen ran", sagt der scheidende Kreisbrandrat. Er war 26 Jahre in der Feuerwehrführung, 2 Jahre Kreisbrandmeister, 6 Jahre Kreisbrandinspektor und seit 2000 Kreisbrandrat. Die Feuerwehren im Landkreis verzeichneten im vergangenen Jahr 2643 Einsätze und 43 757 Einsatzstunden.

Jetzt sollen die Jungen ran.Kreisbrandrat Richard Meier

Aufgaben

Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz hat der Kreisbrandrat das Landratsamt, die Gemeinden und die Feuerwehren in Fragen des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung zu beraten und zu unterstützen. Er muss die Feuer wehren inspizieren und für die Ausbildungsveranstaltungen Sorge tragen. Er teilt das Kreisgebiet im Einvernehmen mit dem Landratsamt in Feuerwehrinspektionsbereiche ein, bestellt dafür im Benehmen mit den Kommandanten Kreisbrandinspektoren als seine Vertreter und bestimmt einen davon zu seinem ständigen Vertreter. Er kann die Inspektoren jederzeit abberufen. Außerdem bestellt er zu seiner und zur Unterstützung der Kreisbrandinspektoren noch Kreisbrandmeister.

Der Kreisbrandrat ist ehrenamtlich tätig. Er erhält eine angemessene Entschädigung und Reisekostenvergütung, die der Landkreis festsetzt. Die Aufwandsentschädigung beträgt generell zwischen 965,10 und 1568,40 Euro monatlich. (ms)

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