Vortrag über Brückenheiligen Johannes von Nepomuk
Standhafter Beichtvater

Über einen voll besetzten Pfarrsaal und einen interessanten Vortrag von Pfarrer i.R. Hubert Feichtmeier (Zweiter von links) freute sie die KAB-Senioren-Leiterin Johanna Gleißner (links).

(prh) Zu einem interessanten Vortrag über den Brückenheiligen Johannes Nepomuk hatte die Leiterin der KAB-Senioren, Johanna Gleißner, den Ruhestandsgeistlichen, Pfarrer Hubert Feichtmeier aus Letzau, eingeladen. Beide freuten sich über einen vollen Saal im Pfarrheim St. Georg.

Feichtmeier ist für die Neustädter kein Unbekannter, da er in den 60er Jahren als Kaplan in St. Georg gearbeitet hat. An vielen Orten Bayern und Böhmens sind Statuen des sogenannten Brückenheiligen Johannes von Nepomuk zu finden.

Er war im 14. Jahrhundert Beichtvater der Königin von Böhmen. Weil er das Beichtgeheimnis nicht preisgab, soll ihn der Ehemann der Königin, König Wenzel IV., der Legende nach in Prag in der Moldau ertränken haben lassen. "Tatsächlich handelte es sich damals aber um einen kirchenrechtlichen Streit zwischen dem Prager Erzbischof und Wenzel. Der König wollte in der westböhmischen Benediktinerabtei Kladrau für seinen Freund ein neues Bistum errichten. Weil aber der damalige Generalvikar von Prag, Jan de Pomuk, dies verhinderte, ließ ihn der erboste König in der Moldau ertränken", erklärte Feichtmeier.

Johannes von Nepomuk wurde auf Betreiben des Jesuitenordens 1729 heiliggesprochen und neben dem heiligen Wenzeslaus zum böhmischen Nationalheiligen ernannt. Johannes ist auch zweiter Nationalheiliger von Bayern. Erst 1993 wurde in Pilsen ein Bistum für Westböhmen errichtet.

Nach dem heiligen Johannes von Nepomuk sind auch einige Brücken in unserer Region benannt, etwa in Tirschenreuth, Waldsassen und Kemnath. Eine besonders sehenswerte Nepomuk-Kirche ist die Rokokokirche in Waldeck bei Kemnath. Auch in Neustadt steht der Brückenheilige an der Waldnaabbrücke nach Altenstadt und an der Floßbrücke bei der Firma Nachtmann.
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