01.02.2018 - 16:40 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Zufahrtswege zum Schulzentrum Neustadt nach Brand blockiert Routine verhindert Chaos

Ausnahmesituation vor Schulbeginn: Nach dem Brand im Seniorenheim St. Martin sind einige Wege zum Schulzentrum blockiert. Die Polizei hat die Lage aber rasch im Griff. Einzig der Sportunterricht muss vorerst ausfallen.

Kurzzeitig muss die Polizei Neustadt am Morgen nach dem Brand die Anfahrtswege zum Schulzentrum sperren. Bild: Schönberger
von Redaktion OnetzProfil

(pblf) In Neustadt heulten die Sirenen, Blaulicht blinkte nach 1 Uhr durch die Stadt. Der Brand im Caritas-Seniorenheim St. Martin erforderte in der Nacht zum Donnerstag ein nahtloses Ineinandergreifen aller beteiligten Rädchen. Dazu zählte auch die Aufgabe, den Verkehr vor allem zu Schulbeginn möglichst effektiv zu regeln. Bei der "größten Evakuierung in der Geschichte Neustadts", wie Bürgermeister Rupert Troppmann betonte, mussten nicht nur die Senioren vom Brandort in die Turnhalle des Gymnasiums Neustadt transportiert werden. Es galt außerdem auch, Rollstühle, Medikamente oder Nahrungsmittel auf den Schulhügel zu schaffen. Eine Sperrung der Johann-Dietl-Straße war deshalb unumgänglich. Die Einsatzfahrzeuge brauchten den nötigen Raum.

Für den Autoverkehr gesperrt war ab der Kreuzung Bildstraße/Felixallee/Zacharias-Frank-Straße und der Johann-Dietl-Straße an den Einmündungen zur Äußeren Flosser Straße und Hofgartenweg. Davon betroffen waren am Donnerstagmorgen vor allem die Schüler des Gymnasiums, der Lobkowitz-Realschule und des Schulförderzentrums. Schul- und Linienbusse durften passieren. Die Schüler, die mit dem Auto gebracht worden wären, sollten ab der Sperrung zu Fuß weitergehen.

Anton Hochberger, Schulleiter am Gymnasium Neustadt, war mit dem Ablauf zufrieden. "Es haben keine Schüler oder Lehrer wegen der Sperrung gefehlt", berichtete er. "Natürlich gab es kleinere Verspätungen, aber zu keiner Zeit lief es chaotisch ab." Der Schulbetrieb sei nicht beeinträchtigt worden.

Beschwerden von Verkehrsteilnehmern habe es - bis auf wenige Ausnahmen - nicht gegeben, informierte Stefan Moller, Polizeihauptkommissar in Neustadt. "In diesem Moment war die Verlagerung der Senioren wichtiger." Auch er war mit dem reibungslosen Ablauf der Aktion sehr zufrieden. Alle Maßnahmen hätten dank der routinierten Einsatzkräfte ineinandergegriffen. Um 8.20 Uhr, also erst nach Unterrichtsbeginn, konnte die Sperrung an der Felixallee aufgehoben werden, kurz vor 10 Uhr war auch die Johann-Dietl Straße wieder vollständig passierbar.

Im Laufe des Donnerstags wurden die Senioren in umliegende Altenheime verlegt. Der Sportunterricht in der Gymnasiumhalle kann erst nach einer Grundreinigung, die am Freitag erfolgen soll, wieder aufgenommen werden. Angesichts des gelungenen Rettungseinsatzes dürfte das allerdings zu verschmerzen sein.

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