05.04.2018 - 12:28 Uhr
Oberpfalz

CSU-Kreisräte bei Handwerkskammer in Weiden "Höhere Löhne unabdingbar"

Neustadt/Weiden. Beratung und vor allem Bildung sind die wichtigsten Säulen der Handwerkskammer. Im Bildungszentrum in Weiden informierten sich die CSU-Kreisräte über die "tragende Wirtschaftssäule" Ostbayerns und des ländlichen Raums. Fraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger sagte dabei Unterstützung beim Ausbau der beruflichen Orientierung an den landkreiseigenen Schulen zu.

An der Werkbank informierte der Leiter des BTZ Weiden, Tobias Knauer (links), die CSU-Kreisräte über die aktuellen Herausforderungen des Handwerks. Bild: mor
von Autor MORProfil

Nach dem Kamingespräch mit dem Präsidenten der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz, Georg Haber, bei der Klausurtagung in Saubersrieth (wir berichteten) gingen die CSU-Räte nun an die Werkbank. Der Leiter des BTZ, Tobias Knauer, stellte die Einrichtung vor. Insgesamt seien bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz 400 Mitarbeiter in der Aus- und Weiterbildung beschäftigt. Mit 20 Angestellten werde das BTZ in Weiden betrieben. "Wir spielen bei den Bauberufen sowie im Elektro- und Metallbereich ganz vorne mit. Friseur ist der Top-Ausbildungsberuf bei den Damen", sagte Knauer. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Handwerk, Meisterkurse, Gesellen- Meister- und Fortbildungsprüfungen, Weiterbildung in den Bereichen Technik und Unternehmensführung. Berufsorientierung für Mittel- und Realschulen sowie Kurse für Arbeitsagentur, Jobcenter und Bundeswehr würden in der Weidener Einrichtung durchgeführt. Laut Knauer sind die Lehrlingszahlen vom Höchststand im Jahr 1998 von 24 950 Lehrlingen auf 15 648 im Jahr 2017 gesunken. "Im Handwerk werden höhere Löhne unabdingbar sein, damit die ausgebildeten Fachkräfte nicht von der Industrie weggesogen werden."

Den Anteil der ausländischen Lehrlinge bezifferte der BTZ-Leiter auf rund acht Prozent bei den Metallberufen. In der Berufsorientierung würden Schüler nach einer Potenzialanalyse eine zweiwöchige praktische Unterweisung in verschiedenen Berufsfeldern von Bau bis Metall erhalten, auch werden in der praktischen Tätigkeit Werkstücke und Probearbeiten gefertigt.

Knauer gab den Politikern auch Forderung nach der Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung, der Stärkung der Qualifikation zum Handwerksmeister sowie der öffentlichen Finanzierung von Aufstiegsfortbildungen mit auf den Weg.

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