Rofitec-Inhaber übergeben CSU-Abgeordnetem Albert Rupprecht Wunschzettel
Bei Breitband Dampf machen

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (links) sah sich in den Rofitec-Hallen um. Wolfgang Baumann (rechts) erläuterte mit Sohn Matthias (Dritter von rechts) sowie Betriebsleiter Georg Bauer (Zweiter von links), wo die mittelständischen Unternehmer der Schuh drückt. Bild: ARW

Störnstein. Die beiden Chefs der Firma Rofitec, Wolfgang Baumann und sein Sohn Matthias schilderten mit Betriebsleiter Georg Bauer Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht ihre Sorgen. Baumann senior bat, nicht an der Erbschaftssteuer zu rütteln. "Es kann nicht sein, dass jemand, der einen Betrieb übernimmt, schlechter gestellt ist, als einer, der eine Million erbt." Der Betriebsnachfolger trage schließlich Verantwortung für Menschen.

Baumann junior beklagte, dass viele Entscheidungsträger das Thema Breitband unterschätzt hätten. "Es schadet dem Geschäft, wenn Dateien nur nachts heruntergeladen werden können."

Störnsteins CSU-Vorsitzender Josef Wittmann will sich dazu bei Bürgermeister Markus Ludwig informieren und notfalls Rupprecht einschalten, damit die Gemeinde bald schneller im Netz ist. "Die Übertragung von Plänen funktioniert zurzeit so, als ob wir das mit einer Kurbel tätigen würden", klagte Betriebsleiter Bauer. Und dann sei da noch der Fachkräftemangel. Bei einer Ausschreibung habe sich kürzlich nur ein einziger Bewerber gemeldet.

Junge Menschen müssten stärker an neue Techniken herangeführt werden. "Unsere Arbeit besteht heute schon zu 90 Prozent aus Software-Arbeit. In zehn Jahren wird vieles über Universalautomaten erledigt. Intelligente Maschinen sind die Zukunft," sagte Bauer. "Selbst die Kammern in der Region müssen sich in diese Struktur hineindenken", forderte Rupprecht. "Wir müssen auch endlich die Digitalisierung in den Schulen auf die Reihe bringen."
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