Vereinigte Sparkassen glänzen mit guten Zahlen
Sparkasse stolz auf Bilanz

Die Vorstände Josef Pflaum (Sprecher) und Gerhard Hösl (rechts) hoben mit Verwaltungsratsvorsitzendem Rupert Troppmann (Mitte) in der Bilanzpressekonferenz die hohe Eigenkapitalausstattung der Vereinigten Sparkassen hervor. Damit sei die Bank für die Zukunft bestens aufgestellt. Bild: Schönberger

Weil die Vereinigten Sparkassen rechtzeitig ihre Hausaufgaben gemacht haben, glänzen sie 2016 mit guten Zahlen. Daher ist eine Fusion im Moment kein Thema. "Größe ist nicht alles", sind sich die Vorstandschefs Josef Pflaum und Gerhard Hösl in der Bilanzpressekonferenz einig.

Der Neustädter Bürgermeister Rupert Troppmann verwies am Freitag als Verwaltungsratsvorsitzender auf das schwierige Umfeld für Banken. Sie müssten dafür zahlen, wenn sie ihr Geld anlegen. Weil aber die Sparkasse Eschenbach-Neustadt-Vohenstrauß zum Beispiel mit der Schließung von kleinen Filialen rechtzeitig gehandelt habe, könne sie für das vergangene Jahr trotzdem gute Zahlen vorlegen. "Wir sind stolz auf unsere Bilanz", meinte Troppmann.

Vorstandssprecher Pflaum versicherte, dass die Privatkunden auch weiterhin nicht für ihr angelegtes Geld bezahlen müssten. "Wir werden keine Verwahrgelder verlangen." Lediglich einige wenige Geschäftskunden, die mehr als eine Million Euro bei der Sparkasse "parken" wollten, weil sie etwa bei anderen Instituten bereits mit Verwahrentgelten belangt würden, müssten mit einer Gebühr rechnen, ergänzte Kollege Hösl. Auch die Sparkasse selbst habe 2016 erstmals von ihrer Bayerischen Landesbank für angelegtes Geld eine Rechnung über eine mittlere fünfstellige Summe bekommen.

Der Zinsüberschuss ging bei den Vereinigten Sparkassen 2016 um 9 Prozent auf 26,4 Millionen Euro zurück. Dafür kletterten die Provisionserträge um 8,2 Prozent auf 7,9 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 58,8 Millionen Euro oder 4,2 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro. Die Kredite stiegen um 5,0 Prozent auf 634,6 Millionen Euro. Pflaum machte deutlich, dass es keine Kreditklemme gebe. Die Sparkasse könne jeden gewünschten Kredit ausgeben, wenn die Voraussetzungen stimmten. Die Kundeneinlagen erreichten 981,4 Millionen Euro, das sind 17,2 Millionen oder 1,8 Prozent mehr als 2015.

Die Ertragslage sei ausgezeichnet. Das Betriebsergebnis vor Steuern belaufe sich auf 14,4 Millionen Euro. Das entspricht einer Quote von einem Prozent. Neustadt liege damit weit über dem bayerischen Sparkassen-Durchschnitt. Auch 2017 werde man diesen Wert erreichen. Die Gesamtkapitalquote betrage damit 18,72 Prozent - eine Spitzenmarke. Aufsichtsrechtlich gefordert seien lediglich 8,6 Prozent.

Die Sparkasse überwies 2016 rund drei Millionen Euro Steuern, auch an die Kommunen im Geschäftsgebiet, das sich von Neuhaus an der Pegnitz bis Waidhaus und von Erbendorf bis Tännesberg über fünf Landkreise erstrecke. Von 125 000 Einwohnern seien 88 725 Sparkassenkunden. "Wir sind in der Region der Ansprechpartner Nummer eins", stellte der Vorstandschef zufrieden fest. Mit 282 Beschäftigten sei die Bank ein wichtiger Arbeitgeber. Gemeinnützige Einrichtungen wurden mit Spenden in Höhe von 323 000 Euro unterstützt.
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