20.03.2018 - 17:50 Uhr
Niedermurach

Klassisches Konzert in der Pfarrkirche Musikalische Schätze berühren

Wenn einfühlsamer Gesang und überzeugend gespielte Musik zusammentreffen, ergibt dies ein Hörvergnügen der Extraklasse. Beim klassischen Konzert "Abendempfindung" in der Pfarrkirche Niedermurach sind die Konzertbesucher begeistert. Auch wenn der erste Teil zunächst in die Passionszeit führt.

Das hochkarätige Quartett aus München präsentierte in der Niedermuracher Kirche Werke berühmter Komponisten. Die Akteure des Konzerts waren Ludwig Hahn (Geige), Sopranistin Christa Schneider, Veronika Panzer (Harfe) und Christian Jüttendonk (Cello). Bild: boj
von Josef BöhmProfil

Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Glaser freute sich über den ausgezeichneten Besuch in der Pfarrkirche St. Martin und begrüßte auch Ruhestandspfarrer Max Stigler und Schulleiterin Ortrud Sperl. Bürgermeister Martin Prey mit Gattin Anni dankte sie dafür, dass diese durch ihre Initiative und Organisation das Konzert erst ermöglichten. Irmgard Glaser stellte dann das hochkarätige Quartett aus München vor und empfahl den Konzertbesuchern, sich von der Musik berühren zu lassen. Der musikalische Bogen des Programms spannte sich von eher schwermütig, treffend für die Passionszeit, bis beschwingt und fröhlich für die Osterzeit; beinhaltete aber vornehmlich Werke, die dem Motto "Abendempfindung" in vollem Umfang gerecht wurden.

Von zart bis fröhlich

Schon beim Auftakt mit der Sonate für Violine, Cello und Harfe (Leonardo Vinci) wurde offenbar, wie Ludwig Hahn, Christian Jüttendonk und Veronika Ponzer ihre Instrumente beherrschen. Die musikalische Bandbreite reichte hier von zart und gefühlvoll über leicht und beschwingt bis geradezu mitreißend-fröhlich. Dies setzte sich bei allen Instrumentalwerken des Programms fort. Ob im Zusammenspiel von Violine und Cello, Violine und Harfe oder Harfe und Cello, stets zeigte das Trio, welch weitreichendes Klangvolumen und erstaunliche Klangvielfalt sie ihren Instrumenten zu entlocken vermochten.

Ein besonderer Hörgenuss war das Harfensolo "Am Springbrunnen" (Albert Zabel). Nicht umsonst wird die Harfe als himmlisches Instrument bezeichnet. Harfinistin Veronika Ponzer unterstrich hier ihre besondere Klasse und ließ die Harfentöne wie perlendes Wasser aus ihrem kunstvollen Instrument sprudeln. Einfach himmlisch!

Krönung des Konzerts waren natürlich die Auftritte von Sopranistin Christa Schneider, die mit klangvoller Stimme besondere Akzente setzte. Professionell ließ sie musikalische Schätze mal heiter und beschwingt, mal gefühlvoll und tief empfunden erklingen. Ergreifend und zu Herzen gehend waren die Melodien "Lascia ch'io pianga" (Georg Friedrich Händel) sowie - nur mit Harfenbegleitung - "Abendempfindung" (Wolfgang Amadeus Mozart) und natürlich das "Ave Maria" (Camille Saint-Saëns). Überzeugend und einfühlsam vorgetragen sorgte Christa Schneider mit "An den Abendstern" (Richard Wagner), "An den Mond" (Robert Schumann) und dem Schlusslied "Morgen" (Richard Strauss, "Und morgen wird die Sonne wieder scheinen") für ausgesprochen berührende Momente. Mit dem letzten verklungenen Ton war es natürlich vorbei mit der absoluten Stille in der Pfarrkirche. Rauschender Beifall kam von den vollen Bankreihen des Kirchenschiffes und stehend brachten die Konzertbesucher mit langanhaltendem Applaus ihre Begeisterung zum Ausdruck. Bürgermeister Martin Prey erklärte in seinem Schlusswort, dass die Pfarrkirche den idealen Rahmen für dieses ausgezeichnete Konzert bildet. "Es ist ein Glücksfall, dass unsere kleine Pfarrei und Gemeinde solch meisterliche Musiker hier haben durften", betonte er und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es hier irgendwann wieder zu einer Begegnung kommen möge.

Innere Wärme

Er dankte dem Quartett für ihren professionellen Auftritt, der eine echte Bereicherung für die ländliche Kultur bedeutete, und überreichte an die Damen je einen Blumenstrauß und für die Herren kulinarische Präsente. An die Besucher gewandt dankte Martin Prey für das Kommen und wünschte, dass alle Gäste der "Abendempfindung" viel innere Wärme aus dem Konzert mit nach Hause nehmen werden.

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