19.08.2014 - 00:00 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Großes Platzschießen beim 17. Oberpfälzer Böllerschützentreffen Böllersalut aus 400 Rohren

Beim großen Platzschießen mit Hand-, Schaft-, Standböllern und Kanonen brannten sie ein wahres "Feuerwerk" ab, das weit über Niedermurach hinaus zu hören war und die letzten schwarzen Wolken vertrieb: das 17. Oberpfälzer Böllerschützentreffen mit 400 Böllerschützen bildete einen weiteren Höhepunkt der dreitägigen Festlichkeiten "Mouara feiert".

Schützenmeister Hans Schneeberger (Zweiter von links) und Böllerschützenmeister Christoph Zinkl (rechts) freuen sich über die Wanderscheibe.
von Christof FröhlichProfil

Für manche Böllerschützen war der Anstieg zum Schießplatz mit den schweren Böllern auf der Schulter etwas beschwerlich. Doch einige der insgesamt 57 Gruppen zeigten sich erfinderisch und hatten Schub- und Zugwägelchen mit dabei und ließen ihr Schießgerät bequem den Berg hinauf transportieren.Die "Farbtupfer" im Böllerschützenzug waren einmal mehr die Böllerdamen, die im Anschluss auch beim Platzschießen "ihre Frau" standen.

Sicherheit hat Vorrang

Das Kommando für das große Schießen hatte für den Böllerreferenten des Oberpfälzer Schützenbundes, Christoph Zinkl, der kurzfristig ein Fernsehteam begleiten musste, Michael Schneeberger übernommen. Die Sicherheit der Böllerschützen und der zahlreich anwesenden Zuschauer hatte dabei höchste Priorität.

"Gemeinschaftlich Laden, gemeinschaftlich Verdämmen und Zündhütchen setzen", lauteten seine Kommandos an die rund 400 Böllerschützen vor jedem Schuss. So klappten die Reihenfeuer in den verschiedensten Variationen oder der "Salut" am Beginn und Ende des Schießens recht gut. Deshalb sparten die Zuschauer nicht mit Beifall für die gute "Schießdisziplin", die Voraussetzung für ein unfallfreies Böllerschießen in dieser Größenordnung ist.

Nach dem Rückmarsch in die Festhalle begrüßte OSB-Böllerreferent Christoph Zinkl die zahlreichen Ehrengäste und dankte den Böllerschützen, dass sie zu diesem Böllertreffen nach Niedermurach gekommen waren. Landrat Thomas Ebeling gratulierte der Niedermuracher Feuerwehr zu ihrem neuen Löschfahrzeug, das am Samstag den kirchlichen Segen erhalten hatte und den Niedermuracher Böllerschützen zu ihrem 20- jährigen Gründungsjubiläum. Er dankte für den Erhalt dieser schön bayerischen Tradition, die an diesem Nachmittag einen eindrucksvollen Höhepunkt erfahren hatte.

Auch OSB-Präsident Franz Brunner und der Böllerschützenreferent des BSB, Xaver Wagner, gratulierten zu diesem gelungen Böllerschützentreffen und zum Jubiläum und wiesen auf die lange Tradition des Böllerschießens hin. Ein strahlender Bürgermeister Martin Prey war sichtlich stolz auf die beiden Niedermuracher Vereine, die dieses große Fest mustergültig organisiert und über die Bühne gebracht haben, wofür er ihnen seinen Dank und seine Anerkennung aussprach.

Ausklang mit Musik

Nachdem Christoph Zinkl die teilnehmenden Böllergruppen noch namentlich begrüßt hatte und sie zum Empfang der Teilnahmeurkunden ins Zelt mit Abordnungen einmarschiert waren, konnte der Festverein noch die "Wanderscheibe" des Oberpfälzer Böllerschützentreffens in Empfang nehmen. Sie wird in einem Jahr voraussichtlich an die Böllergruppe in Zell weitergegeben, die das nächste Böllertreffen ausrichten wird.

Mit der Bayern- und Nationalhymne schloss der offizielle Teil dieses gelungenen 17. Oberpfälzer Böllerschützentreffens. Für einen heiteren und stimmungsvollen Festausklang sorgte die Pertolzhofener Blaskapelle, die noch einmal alle Register ihres Könnens zog und sich einmal mehr als tolle Festkapelle erwies. Den Gästen gefiel es und der "harte Kern" saß noch bis in die Naht hinein auf dem Festplatz.

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