Schulden der Gemeinde durch Rücklagen gedeckt - Internet Thema bei Bürgerversammlung
Stolz auf eine "schwarze Null"

Karoline Süß von der Firma Amplus erläuterte, wie die Bürger zu einem schnellen Internet kommen.
Lokales
Niedermurach
26.04.2013
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Scheinbar sind die Bürger der Gemeinde Niedermurach sehr zufrieden mit ihrem Bürgermeister und ihren Gemeinderäten, denn die Bürgerversammlung lief am Montagabend in der Niedermuracher Mehrzweckhalle recht harmonisch ab. Nur wenige Bürger meldeten sich zu Wort.

Gemeinderäte, den beiden stellvertretenden Bürgermeister Rita Salomon und Herbert Laubmann und der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach, Anton Brand, waren zur Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle erschienen. Außerdem standen Informationen von der Firma Amplus zur Breitbandversorgung auf der Tagesordnung.

Zunächst hatte Bürgermeister Rainer Eiser ein Fülle von Zahlen parat, mit denen er den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt der Gemeinde vorstellte. Bei einer Schlüsselzuweisung von 428 000 Euro, einer Kreisumlage von 346 000 Euro und einer VG- Umlage von 73 000 Euro bliebe der Gemeinde kein allzu großer finanzieller Spielraum für Investitionen. Dennoch habe man Rücklagen von 196 000 Euro gebildet.

Der Schuldenstand konnte auf 53 700 Euro abgesenkt werden, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 400 Euro gleichkomme. Stelle man diesen Schulden die Rücklagen gegenüber, so könne die Gemeinde eine "schwarze Null" schreiben. Das können laut Eiser nur wenige Gemeinden in der Region von sich berichten.

Viel investiert

Dabei habe Niedermurach in den Jahren 2010 bis 2012 hohe Investitionen getätigt. Für die Schul- und Mehrzweckhallensanierung seien enorme Summen ausgegeben worden, alleine der Brandschutz für die Niedermuracher Mehrzweckhalle habe 376 000 Euro gekostet.

Zuversichtlich, so Bürgermeister Eiser, könne in die kommenden Schuljahre gegangen werden, denn an der Grundschule Niedermurach werden derzeit in den beiden kombinierten Klassen 39 Kinder unterrichtet, 25 Kinder besuchen die Mittelschule in Oberviechtach. Im nächsten Schuljahr kommen 11 Kinder an die örtliche Grundschule.

Wie bei der Grundschule stellte Eiser auch dem Führungsteam des Pertolzhofener Kindergartens ein sehr gute Zeugnis aus. 25 Kinder würden dort optimal auf die Schule und das Leben vorbereitet, 7 Kinder besuchen die Krippe, weitere 8 Kinder sind zwischen drei und vier Jahre alt.

Die älteste Bürgerin im Gemeindegebiet wird laut Bürgermeister heuer 103 Jahre alt, sechs Bürger sind über 90 Jahre alt. Allerdings gab es 16 Todesfällen - bei 12 Geburten. Die Zahl der Gemeindebürger belaufe sich derzeit auf 1256 Einwohner. Der Bürgermeister sprach anstehende Straßenbaumaßnahmen und die Wasserversorgung in Voggendorf als die nächsten größeren Aufgaben an. Er dankte allen Bürgern, die sich engagieren und Niedermurach dadurch zu einer "lebendigen Gemeinde" machen, in der es sich gut leben lässt.
Als wichtiges Thema für die Wohnqualität und den Bestand von Betrieben erachten Eiser und die Gemeinderäte die Breitbandversorgung. Aus diesem Grunde sollte Karoline Süß von der Firma Amplus über den künftigen Breitbandausbau informieren. Nachdem die Gemeindeteile Sallach, Altweichelau, Wagnern und Braunsried bereits versorgt seien, wolle man nun auch den restlichen Gemeindeteilen ein schnelles Internet zukommen zu lassen. Die Weichen dafür seien bereits gestellt.

Schneller ins Netz

Die Amplus-Mitarbeiterin berichtete, dass es sich bei der in Niedermurach geplanten Breitbandversorgung um einen "Knotenverzweigerausbau" handelt. Die Kunden könnten damit je nach Bedarf über eine Versorgung im Bereich von 40 000 bis 100 000 Kilobit pro Sekunde wählen.

Süß erläuterte neben den Anschluss- und Nutzungsmöglichkeiten auch die mitgebrachten Einzelanträge, die vom Nutzer ausgefüllt werden müssen. Bei der Einrichtung könne dann ein Fachmann helfen. Diese Möglichkeiten könnten die Kunden aber frühestens Mitte Juni dieses Jahres nutzen, gab Süß zu bedenken.
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