Soldaten- und Kriegerkameradschaft erfährt Rückenstärkung - Erstmals eine Frau in den Reihen
Wichtige "Mahner für den Frieden"

Das Vorstandsgremium mit Werner Schäffer (links) an der Spitze und einigen neuen Gesichtern wird in den kommenden zwei Jahren die SKK Niedermurach führen. Bilder: frd (2)
Lokales
Niedermurach
15.04.2013
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Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SKK) hat nicht nur Verstärkung durch drei neue Mitglieder bekommen, sie kann nun erstmals auch auf ein weibliches Mitglied in ihren Reihen verweisen: Bürgermeisterin Rita Salomon ist der Kameradschaft beigetreten, die bei den Neuwahlen auf den bewährten Vorsitzenden Werner Schäffer setzte.

Mit Johann Böhm konnte ein noch nicht allzu lange pensionierter Berufssoldat für den Verein gewonnen werden, der gleich das Amt des zweiten Vorsitzenden übernommen hat und mit Matthias Salomon ist einer der letzten Wehrpflichtigen in den Verein eingetreten. Die Versammlung gedachte aber auch der Verstorbenen: Im Vorjahr musste sich der Verein von Willibald Reiter verabschieden, der seit 2001 stellvertretender Vorsitzender war. Der derzeit 43 Mitglieder zählende Verein kann auf fünf Ehrenmitglieder bauen, von denen drei noch am zweiten Weltkrieg teilgenommen haben.

Die Vereinsfrühschoppen, jeweils am letzten Sonntagvormittag im Monat im Vereinslokal Pröls, waren meist gut besucht, bei anderen Veranstaltungen hätte sich der Vorsitzende manches Mal doch eine bessere Beteiligung der Vereinsmitglieder gewünscht.Die Vereinsmitglieder haben mit gutem Erfolg am Kreisschießen teilgenommen, die Kreis- und Bezirksversammlung der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) besucht und die Verbundenheit mit den Oberviechtacher Soldaten der Bundeswehr mit der Teilnahme an Appellen und am Neujahrsempfang dokumentiert. Der Weinabend im neuen Vereinslokal war ein voller Erfolg, berichtete Schäffer und dankte den Helfern. Der Vorsitzende wünschte sich allerdings eine stärkere Beteiligung aller Bürger am Volkstrauertag. Schäffer warf in diesem Zusammenhang die Frage auf, warum es überhaupt noch einen "Kriegerverein" geben soll. "Es darf nie wieder Krieg geben, das ist unser Ziel", lautete seine Antwort. Dass der Verein mit dieser Aufgabe Sinn macht, bestätigten auch Bürgermeister Rainer Eiser und dem BKV-Kreisvorsitzender Josef Hauer. Sie hoben den immer noch hohen Stellenwert der "Kriegervereine" hervor, die als Mahner für den Frieden und als Warner vor neuen Kriegen wichtiger denn je geworden sind.
Die Pflicht dieser Traditionsvereine sei es, das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege wach zu halten und an die jüngere Generation weiterzugeben. Gerade die Traditionsvereine würden die hohe Tugenden wie Kameradschaft, Treue zur Heimat und Zuverlässigkeit in die heute so schnelllebige Zeit hineintragen. Der Vorsitzende kündigte ein Wiedergründungsjubiläum "115 Jahre Fahnenweihe" an, das voraussichtlich am 28. September mit einer Totenehrung, einem Kirchenzug mit anschließendem Gottesdienst und einem gemütlichen Beisammensein im Vereinslokal gefeiert werden soll.

Mit dem 89-jährigen Josef Fröhler sollte ein Gründungsmitglied für 60 Jahre Mitgliedschaft mit dem "Treuekreuz in Gold" ausgezeichnet werden. Da er aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, wird das bei ihm daheim nachgeholt. Für 25-jährige Mitgliedschaft konnte Johann Deyerl mit dem "Treuekranz in Bronze" ausgezeichnet werden. Verabschiedet wurde Kassier Matthias Pirzer der sein Amt 16 Jahre lang zuverlässig bekleidet hatte.
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