12.02.2018 - 20:10 Uhr
Niedermurach

"Bunter Abend" hält was er verspricht Sketchparade mit "Einblicken"

Drei Stunden Witz, Humor und ansteckende Fröhlichkeit gibt es beim "Bunten Abend" des Katholischen Landvolks (KLB) in Niedermurach. Bei den 13 Auftritten werden etliche Schauspieler-Talente entdeckt. Die Gäste haben ihren Spaß und zwei Projekte profitieren davon.

"Kino - erste Reihe" kam ohne ein gesprochenes Wort aus. Die Empfindungen eines getrennt sitzenden jungen Paares (links und rechts außen) mussten durch die Kinobesucher dazwischen weitergegeben werden.
von Josef BöhmProfil

KLB-Vorsitzender Alfons Wittmann begrüßte die Gäste in der vollbesetzten Mehrzweckhalle, darunter Pfarrer Herbert Rösl, Ruhestandspfarrer Max Stigler, Pastoralreferent Andreas Hartung, Bürgermeister Martin Prey, Stellvertreterin Rita Salomon sowie Schulleiterin Ortrud Sperl. Souverän führte erstmals Doris Prey durch das Programm. Mit dem sehr lebhaften Singspiel "Wer hat die Kokosnuss geklaut", einstudiert von Lehramtsanwärterin Magdalena Prechtl, legte die Klasse 3/4 der Grundschule einen flotten Auftritt hin. Die Ministranten der Pfarrei zeigten bei ihren drei Auftritten viel Talent. So ging es um eine Vorstandschaftssitzung der Feuerwehr und ihren Tücken bei der Neuwahl, dem komplizierten Kauf einer Leberkässemmel und die erhellende Wirkung von Apfelkernen.

Ob sie selber schon zweite Wahl sind oder eine zweite Wahl haben, das besangen aktive Frauen mit "Wieder mal sind wir zu haben". Es ging um Probleme mit ihren früheren Männern und die Ausschau nach neuen. Bei dem Sketch "Kannst a mal" zeigten die von Pfarrer Herbert Rösl an Ruhestandspfarrer Max Stigler herangetragenen, sich ständig ausweitenden Bitten um Aushilfe dahingehend Wirkung, dass Generalvikar Michael Fuchs (Andreas Hartung) sich gezwungen sah, Rösl nur noch die Hälfte seines Gehalts zu zahlen. In Anlehnung an die Fernsehserie "Dingsda" mussten Saalkandidaten Begriffe erraten, die von Mitgliedern des "Burschenvereins" auf kindhafte Weise amüsant erklärt wurden.

Einen sehenswerten Auftritt legte die Landjugend mit der Vorstellung verschiedener Berufe und deren typischen Bewegungsabläufen hin, die absolut synchron ablaufen mussten. Wie sich eine Notsituation in Form fehlenden Klopapiers ausnutzen lässt, gaben Martina Fronhofer als bedauernswerte Betroffene und Alfons Wittmann als gerissener Klomann zum Besten. "Die bewegte Geschichte" handelte um die Renovierung des Pfarrhauses, bei der Akteure aus dem Publikum auf der Bühne ordentlich in Bewegung und vor allem Bürgermeister und Pfarrer ins Schwitzen kamen. Ein echter Brüller war auch der Sketch "Kino - erste Reihe", der ohne ein gesprochens Wort auskam. Mit umwerfender Mimik und Gestik schoben die Akteure die Nachrichten des getrennt sitzenden Paares in Form körperlicher Berührung bis hin zu einem Kuss hin und her. Der Spaß für die Zuschauer war kaum noch zu überbieten. Mit Gstanzln nahmen die "Vize-Maurer", eine Gruppe der Chorgemeinschaft "Venite" mit Rita Reiter als "Architekt Schönberger", Projekte auf die Schippe und besangen Pfarrhof und Badeweiher, den Bürgermeister mit seinem HB-Ring, die marode Dietersdorfer Straße und die Feuerwehr.

Den Abschluss machte der seit vielen Jahren aktive "Mouracher Frauenbund" mit seinem Auftritt "Die Trauerschnepfen". Viel hintergründiger Humor und treffend-komische Pointen forderten noch einmal zu herzhaftem Lachen heraus. Nachdem der Eintritt frei war, bat Alfons Wittmann abschließend um eine Spende, wahlweise für ein Schulprojekt in Kenia oder für die Ausstattung des Pfarr- und Jugendheims.

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