Edeltraud Kölbl feiert 80. Geburtstag
Humor und Schaffenskraft

Jubilarin Edeltraud Kölbl (Vierte von links) freute sich über die Glückwünsche von Familie und Vereinen sowie über das Kommen von Pfarrer Herbert Rösl (links) und Bürgermeister Martin Prey (rechts). Bild: boj
Vermischtes
Niedermurach
16.12.2016
57
0

"Wer schaffen will muss fröhlich sein." In diesem Spruch von Theodor Fontane steckt die alte Weisheit, dass ein heiteres Gemüt und Freude an der Arbeit die eigene Schaffenskraft beflügeln. Mit dieser Charaktereinstellung meisterte Edeltraud Kölbl ihr von harter Arbeit geprägtes und von Schicksalsschlägen nicht verschontes Leben. In ihrem positiv eingestellten Wesen wird der Grund zu finden sein, dass sie in bemerkenswerter Verfassung den 80. Geburtstag feiern konnte.

Als ältestes Kind von fünf Geschwistern wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof in Atzmannsricht (Gemeinde Gebenbach) auf, besuchte die Volksschule und die sich anschließende damals übliche Feiertagsschule. Als Grundlage für ihr späteres Leben in einem landwirtschaftlichen Haushalt absolvierte sie eine Ausbildung an der Hauswirtschaftsschule in Amberg. Die Kinder- und Jugendjahre bewegten sich in der kargen Kriegs- und Nachkriegszeit, brachten harte Arbeit und Schicksalsschläge mit sich. Einer ihrer drei Brüder starb mit sechs Jahren, der Vater kehrte vom Kriegseinsatz aus Ungarn nicht mehr zurück und nach dem frühen Tod ihrer Mutter im Jahr 1960 hatte sie auch noch die Last des Bauernhofes und die Verantwortung für ihre minderjährigen Geschwister zu tragen.

1963 heiratete Edeltraud Dotzler, so der Mädchenname, den Landwirt und Müller Hans Kölbl aus Niedermurach. Zusammen bewirtschafteten sie den Bauernhof und betrieben die Mühle. Drei Kinder, acht Enkel und vier Urenkel gehören inzwischen zur Familie. Als ihr Mann gesundheitliche Probleme mit dem Mehlstaub bekam, gaben sie Mühle auf und einige Jahre später auch die Landwirtschaft. 2001 verstarb Gatte Hans, was einen weiteren schmerzlichen Einschnitt bedeutete. Edeltraud Kölbl findet auch heute noch reichlich Beschäftigung, wie beispielsweise die Überwachung der Wasserturbine, bei der Brennholzaufbereitung, im Garten oder im Haushalt.

Der regelmäßige Kirchgang ist für sie genauso selbstverständlich wie die Gräberpflege im Friedhof. Trotz der schweren Zeiten in ihrem Leben hat sich die Jubilarin ihren Humor und ihre Freundlichkeit bewahren können. Sie ist hilfsbereit, bescheiden, kontaktfreudig und einem Gespräch oder einer geselligen Unterhaltung nie abgeneigt.

Gute Wünsche zu ihrem 80. Geburtstag überbrachten neben Verwandten und Dorfbewohnern auch Pfarrer Herbert Rösl und Bürgermeister Martin Prey. Renate Pflug gratulierte im Namen des Krankenpflegevereins und Vorsitzender Martin Stigler sowie Sabine Prey für den Obst- und Gartenbauverein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.