Jahreshauptversammlung der Muracher Wehr
Feuerwehr geht neue Wege

Die Jugendlichen mit den meisten Übungs- und Einsatzstunden wurden von stellvertretendem Jugendwart Gerald Bär (hinten) mit Wanderpokalen in zwei Altersgruppen ausgezeichnet: Elias Prey (links) und Jan-Steffen Klein (rechts), der auch Träger des CTIF-Leistungsabzeichens in Gold ist. Wolfgang Bär (Mitte) wurde per Urkunde zum Feuerwehrmann in die aktive Wehr befördert. Bild: boj
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Niedermurach
09.01.2017
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2016 war ein Jahr mit vielen Einsätzen, mit Höhe- und Tiefpunkten. Bei der Generalversammlung der Feuerwehr Niedermurach erfuhren die Mitglieder die Einzelheiten. Eine "Hero-Party" löst am 11. Februar den Feuerwehrball ab.

Vorsitzender Reinhard Höhbauer begrüßte dazu Bürgermeister Martin Prey, Altbürgermeister Rainer Eiser sowie die anwesenden Gemeinderäte und Ehrenmitglieder. Nach dem Gedenken für ihren verstorbenen Kameraden Otto Hauer berichtete der Vorsitzende über die vielfältigen Vereinsaktivitäten. Er erinnerte an die Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Festen auch außerhalb der Gemeinde, an das Spalierstehen bei der Hochzeit von Fahnenjunker Thomas Pirzer und an eigene Veranstaltungen.

Sommerfest ein Erfolg

Einen Tiefpunkt im Vereinsgeschehen markierte der Faschingsball, der in dieser Form vorerst nicht mehr abgehalten werden soll. "Mit einer Motto-Party mit DJ wollen wir einen neuen Weg gehen", betonte Reinhard Höhbauer und verwies auf den zuletzt schwachen Besuch. Dagegen war die Ausrichtung des Florianstags ein erfolgreicher Höhepunkt im Mai.

Der absolute Höhepunkt war das Sommerfest am 14. August mit Segnung des neuen Mannschafttransportwagens (MTW). Die Mitfeier aller örtlichen Vereine, der Feuerwehren aus dem KBM-Bereich und der befreundeten Feuerwehr Hettenshausen mit Bürgermeister Hans Wojta - sowie begünstigt durch sonniges Wetter - hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Höhbauer dankte allen, die durch fleißige Mitarbeit zum Gelingen dieses Festes und aller anderen Vereinsveranstaltungen beigetragen haben.

Kommandant Gerhard Fleck berichtete von zehn Übungen in Theorie und Praxis. Zu 19 Alarmierungen rückten die Aktiven aus. Zehn Einsätze betrafen technische Hilfeleistungen, es gab fünf Brandeinsätze, drei Alarmübungen und einen Fehlalarm. Fleck nahm Wolfgang Prey von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr auf und beförderte Wolfgang Bär zum Feuerwehrmann. Notwendige Ergänzungen an Gerätschaften für den Atemschutz und die persönliche Schutzausrüstung finanzierte man aus der Vereinskasse.

Der Kommandant wies darauf hin, dass mit der Ernennung von Stephan Böhm zum Leiter des Atemschutzes dieser auch den dazugehörigen Lehrgang an der Feuerwehrschule besuchte. Sehr gut angenommen wurden der Erste-Hilfe-Kurs und der Motorsägenkurs. Fest stehe, dass in diesem Jahr 16 Übungen abgehalten sowie der Florianstag und die Jubiläumsfeste in Schönsee und Winklarn besucht werden. Außerdem wird die neu formierte Faschingsveranstaltung der Feuerwehr als "Hero-Party" am 11. Februar stattfinden. Kommandant Gerhard Fleck dankte allen aktiven Kameraden, Stellvertreter Wolfgang Pflug, den Gerätewarten Markus Lingl und Sandro Kramer sowie Bürgermeister Martin Prey.

Zusätzliche Ausfahrt

Nach den großen Investitionen der letzten Jahre in den Brandschutz mit einschneidender Reduzierung des Vereinsvermögens, berichtete Kassiererin Martina Fronhofer von einer Konsolidierung der Kassenlage. Bürgermeister Martin Prey würdigte die Arbeit des Vereins für den Brandschutz in der Gemeinde. Mit der zusätzlichen Ausfahrt am Gerätehaus habe man eine optimale und wirtschaftliche Lösung gefunden, deren Materialkosten die Gemeinde trug und die Feuerwehr in Eigenleistung umsetzte. Prey wies darauf hin, dass sich der Verwaltungshaushalt für die Feuerwehren der Gemeinde seit 2006 verdreifacht habe. Sicherheit und Einsatzmöglichkeiten konnten erheblich gesteigert werden, kosten aber ihren Preis. Der Bürgermeister lobte die ausgezeichnete Jugendarbeit (Bericht siehe Artikel unten).

Auf Antrag von Gerhard Fleck beschloss die Versammlung einstimmig, den Vereinsbeitrag von bisher acht auf zehn Euro zu erhöhen. Eine Anfrage auf anderweitige Nutzung des Feuerwehrbusses (MTW) beantwortete der Kommandant dahingehend, dass dies nicht möglich sei, da das Fahrzeug vom Freistaat Bayern zweckgebunden für die Feuerwehr gefördert wurde. Bei einer anderen Nutzung laufe man Gefahr, Fördergelder zurückzahlen zu müssen.
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