05.09.2017 - 20:00 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Jugendfeuerwehr Rottendorf feiert 25-jähriges Bestehen Keine Langeweile bei der Jugendfeuerwehr

"Mit uns in die Zukunft:" Es ist unumstritten, dass die Jugendarbeit in der Feuerwehr als das zentrale Element für die Zukunftssicherung der Aktivenmannschaft gesehen wird. Dies haben die Verantwortlichen der Feuerwehr Rottendorf schon früh erkannt und die erste Jugendfeuerwehr der Gemeinde Niedermurach ins Leben gerufen. Nun kann die Truppe ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.

Im Gründungsjahr 1992 schafften diese Jugendlichen zwei Leistungsprüfungen mit ausgezeichnetem Ergebnis. Vordere Reihe von links: Reinhard Berger, Josef Berger, Monika Uschold, Bettina Bauer, Maria Scheuerer und Jugendwart Martin Uschold; hintere Reihe von links: Kommandant Johann Praß, Vorstand Josef Zeitler, Andreas Zitzmann, Günther Herdegen, Christian Kalb, Robert Zitzmann und Wolfgang Süß. Bilder: boj (2)
von Josef BöhmProfil

-Rottendorf. Am 13. März 1992 wurde von der Feuerwehr Rottendorf eine Zusammenkunft anberaumt, zu der alle Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren in ihrem Einzugsbereich eingeladen waren. Im Beisein von Kreisbrandmeister Alfred Schießl, der zuvor die Bedeutung einer Jugendfeuerwehr hervorhob, erfolgte an diesem Tag die Gründung der Jugendfeuerwehr Rottendorf. Martin Uschold wurde von der Versammlung zum Jugendwart bestimmt.

Drei Bereiche

Um den Jugendlichen ein ausgewogenes Angebot an Aktivitäten zu bieten, ist die Organisation in drei Bereiche gegliedert: Feuerwehrtechnische Ausbildung und Prüfungen, Förderung der Solidarität und der Kameradschaft durch gemeinsame Unternehmungen sowie Einbindung in die Aktivitäten des Feuerwehrvereins. Dass die Jugendlichen die feuerwehrtechnische Ausbildung ernst nahmen, bewiesen sie damit, dass sie sich im Grüdungsjahr nach zahlreichen Übungen noch zwei Leistungsprüfungen stellten. Mit ausgezeichneten Ergebnissen schafften sie die Bayerische Jugendleistungsprüfung und die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Unterweisungen und Übungen zu Wissenstests und zur Jugendflamme in verschiedenen Stufen bestimmten die alljährliche feuerwehrtechnische Ausbildung. Den Prüfungserfolg vom Gründungsjahr wiederholten weitere Jugendliche und schafften 2007 die Bayerische Jugendleistungsprüfung und 2010 die Deutsche Jugendleistungsspange.

2002 feierte die Jugendfeuerwehr Rottendorf ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Jugendfeuerwehrtag mit den Jugendfeuerwehren des KBM-Bereichs und 2005 waren die Rottendorfer Ausrichter der Jugendolympiade ebenfalls für den KBM-Bereich. Natürlich bekamen die Jugendfeuerwehrler auch gesellschaftlich-freizeitliche Unternehmungen angeboten. Gern besucht wurden die Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Schwandorf an verschiedenen Orten des Landkreises. Dem Gemeinschaftsgeist förderlich waren auch Radtouren, Nachtwanderungen, Spiele- und Grillabende sowie Hallenbadbesuche, um nur einige zu nennen.

Nachwuchs fehlt

Auch die eigene Umwelt hatte die Jugendfeuerewehr im Auge und sammelte bei der Aktion "Rama dama" den Unrat an Straßen und Wegen der Rottendorfer Umgebung. In die Aktivitäten des Feuerwehrvereins brachten sich die Jugendlichen regelmäßig ein und beteiligten sich am Aufbau und der Durchführung des alljährlichen Sommerfestes, an Festbesuchen und Festzügen sowie am Gemeindeschießen. 2006 verzeichnete die Jugendfeuerwehr ihren höchsten Mitgliederstand mit 22 Jugendlichen.

Der allerorts zu beobachtende Geburtenrückgang hat natürlich in Rottendorf nicht halt gemacht und die Wehr ist davon erheblich betroffen. 2016 ging man deshalb eine Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Niedermurach ein, ohne dabei die eigene Selbstständigkeit aufzugeben. In der Jugendfeuerwehr zu sein bedeutet, einer lebendigen Gemeinschaft anzugehören, die sich durch vielfältige Aktivitäten auszeichnet. Hier lernt man kameradschaftliches und soziales Verhalten im Einsatz und in der Freizeit und bekommt ein Wertegespür vermittelt, was es heißt, anderen in Not zu helfen.

Mit ihrem Einsatz in der JFW machen sie aber auch ihre Verbundenheit zur Heimat sichtbar, wofür ihnen Dank und Anerkennung gebührt, denn nur mit der Jugend hat man Zukunft.

Jugendwarte und Festprogramm

In den 25 Jahren des Bestehens der Jugendfeuerwehr Rottendorf stellten sich vier Personen aus der Aktivenwehr als Jugendwart zur Verfügung: Martin Uschold, 1992 bis 1998; Reinhard Berger, 1998 bis 2004; Markus Baier, 2004 bis 2016; Anja Herdegen, seit 2016. Das Festprogramm: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens veranstaltet die FFW Rottendorf am Samstag, 9. September, von 13.30 bis 17 Uhr einen Kinderfeuerwehrtag rund um das Gerätehaus. Bei diesem Fest für Kinder ab ca. drei Jahren gibt es viele Spielstationen zum Thema "Feuerwehr", Fahrten mit dem Feuerwehrauto, etwas zu essen und zu trinken sowie für die Eltern Kaffee und Kuchen. Ab 20 Uhr geselliger Festabend für Jung und Alt mit Treffen ehemaliger Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Am Sonntag, 10. September, ab 10 Uhr traditionelles Gartenfest mit historischen Fahrzeugen, Frühschoppen, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Kinderbelustigung. (boj)

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