25.04.2016 - 02:00 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Jugendfeuerwehren von Niedermurach und Rottendorf bei Flugwacht Nach zwei Minuten in der Luft

Einen Hubschrauber zum Anfassen bekommt man nicht zu jeder Zeit an die Hand - vor allem dann nicht, wenn es sich um einen Rettungshubschrauber handelt. Diese Erfahrung machten die Jugendfeuerwehren aus Niedermurach und Rottendorf.

Natürlich durfte ein Gruppenbild mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 80" nicht fehlen; mit dabei (von rechts) Pilot Andreas Spiering und Rettungsassistent Robert Schmid sowie (hintere Reihe, von links) Anja Herdegen (Jugendwartin Rottendorf), Wolfgang Pflug (stellvertretender Kommandant Niedermurach), Gerald Bär (stellvertretender Jugendwart Niedermurach), Dominik Schießlbauer (Jugendwart Niedermurach) und Anja Praß (stellvertretende Jugendwartin Rottendorf). Bild: boj
von Redaktion OnetzProfil

Bei einer geplanten Besichtigung des Helikopters in der Station Weiden in Latsch war das Objekt der Begierde "ausgeflogen". Erst beim zweiten Anlauf konnte der Leben rettende Hubschrauber der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht) mit dem Funkrufnamen "Christoph 80" in Augenschein genommen werden.

"Fliegende Intensivstation"

Rettungsassistent Robert Schmid gab zunächst einen Überblick zu den grundsätzlichen Aufgaben der DRF-Luftrettung. So wird der Hubschrauber für Notfalleinsätze sowie für Verlegungsflüge von Notfall- und Intensivpatienten von Klinik zu Klinik herangezogen. Das Einsatzgebiet umfasst einen Radius von 50 bis 60 Kilometer und erstreckt sich auch auf den Landkreis Schwandorf. Zwei Minuten nach Alarmierung ist der Rettungshubschrauber in der Luft. Das Gebiet der Gemeinde Niedermurach hätte er in knapp zehn Minuten, inklusive der zwei Minuten Vorlaufzeit, erreicht. Ausgestattet wie eine "fliegende Intensivstation" ist der Rettungshubschrauber in vielen Fällen die letzte Chance für lebensbedrohlich Erkrankte und Verletzte.

Viele Fragen beantwortet

Robert Schmid erklärte, dass aus Platz- und Gewichtsgründen neben dem Piloten nur Rettungsassistent, Notarzt und Patient fliegen, bestenfalls werde bei einem verletzten Kind ein Angehöriger an Bord genommen. Detailliert informierte er über die vielfältige medizin-technische Ausrüstung und deren Handhabung. Natürlich stellten die Jugendlichen und ihre Betreuer zu dem komplexen Thema Flugrettung unzählige Fragen. Rettungsassistent Robert Schmid beantwortete alles rund um Ausstattung und Einsätze, während Pilot Andreas Spiering keine Frage zur Technik offen ließ.

Notfallmedizin trifft hier geballt auf professionelle Fliegerei und modernste Technik mit dem einzigen Ziel, Leben zu retten. Für die Jugendfeuerwehr war diese Besichtigung ein besonderes Erlebnis und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Rund zehn Minuten nach der Besichtigung konnte die Besuchergruppe den Rettungshubschrauber zum nächsten Einsatz aufsteigen sehen.

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