12.04.2018 - 20:00 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Krieger- und Soldatenkameradschaft Niedermurach trotzt dem Trend Auf Tradition und Kameradschaft einlassen

Die KSK Niedermurach versteht sich als Mahner für den Frieden und gegen das Vergessen. Aber auch in gesellschaftlicher Hinsicht ist der Verein eine feste Größe. Überaus erfreut zeigte sich die Vereinsführung über den Mitgliederzuwachs, wie es diesen seit "ewigen Zeiten" nicht mehr gab.

Auf einem guten Weg befindet sich die KSK Niedermurach. Vorstand Werner Schäffer (stehend) konnte von einem durchwegs positiven Vereinsjahr 2017 berichten.
von Josef BöhmProfil

Zur Jahreshauptversammlung begrüßte Vorstand Werner Schäffer auch Bürgermeister Martin Prey, Stellvertreterin Rita Salomon und den stellvertretenden BKV-Kreisvorsitzenden Erwin Biersl. Die Freude in der Versammlung war groß, als der Vorsitzende acht neue Mitglieder begrüßte, von denen sieben kaum dem jugendlichen Alter entwachsen sind und damit den Altersdurchschnitt erheblich senken. Werner Schäffer informierte über Festbesuche innerhalb und außerhalb der Gemeinde, über die Teilnahme am Priesterjubiläum von Pfarrer Herbert Rösl, am Nordbayerischen Böllerschützentreffen in Pertolzhofen mit der Salutkanone sowie an der Kreis- und Bezirksversammlung der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) und an der Landeswallfahrt nach Amberg.

Erfolgreich verlief einmal mehr der Weinabend und zur Pflege der Tradition gehörte neben dem Salutschießen am Fronleichnamstag vorrangig die Ausgestaltung des feierlichen Gedenkens zum Volkstrauertag und die Erhaltung der Gefallenendenkmale. "Der Volkstrauertag ist für uns der höchste Feiertag", betonte Vorstand Werner Schäffer und wies unmissverständlich darauf hin, dass es eine ehrenvolle Aufgabe der KSK sei, das Andenken an die Opfer der Kriege wachzuhalten. "Sich auf Tradition einzulassen heißt auch, sich seiner eigenen Wurzeln zu besinnen."

Der Vorstand dankte allen, die ihre Arbeitskraft einbrachten, der Familie Pröls für die Saalbenutzung beim Weinabend und der Schreinerei Danzl für das Unterstellen der Salutkanone. Bürgermeister Martin Prey wertete den Mitgliederzuwachs überaus positiv und wichtig für eine gesicherte Zukunft des Vereins. Der Bürgermeister begrüßte den vorgegebenen Weg der KSK, sich für den Frieden in der Heimat einzusetzen.

Stellvertretender BKV-Kreisvorsitzender Erwin Biersl gratulierte ebenfalls zu den vielen Neuaufnahmen, welche im Kreisverband geradezu vorbildlich seien. "Der fundamentale Leitgedanke ,In Treue fest für Gott, Heimat und Vaterland' fordert kompromisslos das Eintreten für Frieden und Freiheit und bringt zum Ausdruck, dass das Herz einer Kameradschaft richtig schlägt," sagte Biersl. Er forderte dazu auf, die Werte der Kameradschaft aufrecht zu halten und lud zur Teilnahme an der BKV-Landeswallfahrt am 5. Mai nach Ingolstadt ein. Werner Schäffer bat die Mitglieder, Nachforschungen über Kriegsteilnehmer oder Gefallene in der eigenen Familie oder unter Verwandten anzustellen, um damit die Vereinsgeschichte zu bereichern.

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