Raum für Besinnliches gegeben

Besinnliches und Fröhliches sorgten für kurzweilige Stunden beim Seniorennachmittag der Pfarrei Niedermurach. Bilder: boj (2)
Vermischtes
Niedermurach
06.12.2016
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Angesichts der immer kürzer werdenden Tage und der zunehmenden Kälte ist der Advent von jeher eine Zeit des Rückzugs und der Stille. Gerade diese Besinnlichkeit trug der Seniorennachmittag der Pfarrei Niedermurach in sich, zu dem der Pfarrgemeinderat eingeladen hatte und an dem auch Pfarrer Herbert Rösl sowie Bürgermeister Martin Prey teilnahmen.

Advent heißt Ankunft, vom Lateinischen "Adventus Domini", Ankunft des Herrn. Die Vorbereitung auf die Geburt Christi sollte eine Zeit der Ruhe und Besinnung sein und wird sehr gerne "staade Zeit" genannt. Doch heute kann davon kaum noch die Rede sein. In einer Adventszeit, in der der Terminkalender regiert, sich Stress und Hektik breit machen und Weihnachtsmärkte Besucherkarawannen anziehen, bleibt wenig Raum für Besinnliches.

Besinnlich und heiter

Doch gerade diese Besinnlichkeit trug der Seniorennachmittag der Pfarrei Niedermurach in sich. Aber auch Heiteres konnte die Seniorengemeinschaft erleben, so ganz nach dem lateinischen Namen des dritten Adventssonntags "Gaudete" - "Freut Euch!". Nach der Begrüßung durch Renate Pflug stimmte Pastoralreferent Andreas Hartung die Besucher in einer kurzen Andacht auf den tieferen Sinn des Advents ein.

Danach kamen bei Kaffee und Kuchen natürlich die persönlichen Gespräche nicht zu kurz. Hin und wieder galt es jedoch, die Aufmerksamkeit auf besinnliche und heitere Vorträge und Einlagen zu lenken. So trug Leonhard Bayerl die zum Schmunzeln anregende Geschichte von Alois Gillitzer über den Nikolausbesuch beim Stangl-Bauern vor. Erika Baumgärtner richtete den Blick auf die kargen Weihnachtsfeste in früherer Zeit, die dennoch von Zufriedenheit geprägt waren, und kam zu der Frage, "Warum nur ist es so schwer geworden, Freude zu schenken?"

Wahre Lachsalven

In einem weiteren besinnlichen Gedicht kam sie zu der Erkenntnis, dass es manchmal besser wäre, anstelle von Geld, Gutscheinen oder materiellen Gütern mehr Geduld, Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken. Außerdem trug Erika Baumgärtner die humorvolle Geschichte von einer "coolen Weihnachtsüberraschung" vor, die von einem besonders alten Christbaumständer mit Drehmechanismus und eingebauter Spielwalze handelte. Rita Reiter berichtete in einem heiteren Gedicht von einem gestressten Nikolaus, der, durch die Vielzahl seiner Besuchstermine irritiert, die Geschenke für den Frauenbund an den Veteranenverein verteilte.

Viel zu lachen gab's schließlich beim Sketch "Der Weinachtskuchen", dessen Zutaten auch eine Flasche Whisky beinhaltete und die Zubereitung dadurch einen besonderen Verlauf nahm. Die wiederholte Qualitätsprüfung des Whiskys durch die Bäckerin führte letztlich zu einem Fiasko bei der Teigzubereitung. Rita Reiter spielte die betrunkene Hausfrau so überzeugend, dass die Zuschauer zu wahren Lachsalven hingerissen wurden. Am Ende konnte die Seniorengemeinschaft gleichermaßen Besinnung und Freude in die weiteren Adventstage mitnehmen.
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