09.05.2017 - 15:58 Uhr
NittenauOberpfalz

Wandertipp: Von Mühlental bei Nittenau hinauf zur Burg Stockenfels Auf Besuch beim Geisterkastellan

von Abenteuer FamilieProfil

(ads) Mit der Familie mal wieder wandern? Wir hätten da einen Ausflugstipp – es geht zu Rittern und Geistern. Eine Wanderung auf dem Ritter- und Geisterpfad im Regental zur Raubritterburg Stockenfels verspricht für Jung und Alt ein mystisches Erlebnis der besonderen Art. Außerdem tut die sportliche Bewegung in der faszinierenden Landschaft des Regentals so richtig gut.

Los geht es in Mühlenthal direkt am Regen (auf der anderen Seite des Flusses liegt Stefling mit seinem Schloss). Ein reizvoller Anstieg bringt die Wanderer auf die Höhe des Rummelfelses, einem sehenswerten Felsendom, hinter dem sich eine Art natürlicher Steinkreis befindet. Von hier aus führt der Ritter- und Geisterpfad in westlicher Richtung auf Serpentinen hinüber zur sagenumwobenen Burgruine Stockenfels, auch bekannt als Jagdschloss Kaiser Ludwigs des Bayern.

Eine Vielzahl der Stockenfels-Sagen dreht sich um die geisterhaften Bierpanscher, die dort ihr Unwesen treiben sollen, nachdem sie Zeit ihres Lebens das Bier mit Wasser gestreckt hatten. Laut Sage müssen die Bierpanscher all das Wasser, das sie im Laufe ihres Lebens dem Bier zugesetzt hatten, nach ihrem Tode nun in die Burg hinauftragen.

Von der Burgruine aus führt die Wanderung entweder auf einem Forstweg oder auf einem schmalen, steilen Pfad hinab zum Regen. Hier besteht die lockende Gelegenheit, mit einer Zille über den Regen zum Gasthof Marienthal zu schippern, um dort in einem urigen Biergarten eine willkommene Rast bei bester Verköstigung einzulegen.

Nach der Stärkung geht es mit der Zille über den Regen wieder zurück auf die Burg-Seite, um zurück zum Ausgangspunkt nach Mühlenthal zu wandern. Der Weg führt vorbei am Rainstein, einer imposanten Felsformation, und am Fuße der Weißenhofer Hänge über Überfuhr nach Mühlenthal.

Für diesen rund 11 Kilometer langen Rundweg, der in drei Stunden zu erwandern ist, gibt es mehrere Einstiegsmöglichkeiten und Zuwege: Wanderer können von der nördlich des Regens gelegenen Seite über die Kreisstraße SAD 1, von Neubäu, von Brunn, von Fischbach über Königsreuth und von Süden von Marienthal und Stefling auf den Ritter- und Geisterpfad gelangen.

Tipps rund um die Wanderung

• Um die Wanderung zur Burg Stockenfels noch zu bereichern, kann diese auf einen „Tag des offenen Burgtores“ (heuer noch am 4. Juni, 2. Juli, 6. August, 10. September, 1. Oktober) gelegt werden. Dann gibt es jeweils zwischen 13 und 17 Uhr stündlich Führungen mit dem historisch gekleideten Kastellan, der Geisterfrau „Schön-Irmingard“ sowie den Raubrittern Jörg der Auer und Heuras von Stockenfels und den Bierpanschern - ein abenteuerliches Erlebnis mit Gänsehautgarantie.
• Ein besonderes Highlight sowohl für Kinder als auch Erwachsene ist das Festspiel „Geisterwanderung“ (heuer am 8. Juli, 5. August und 2. September), das seit über 30 Jahren bei einsetzender Dunkelheit jährlich bis zu 1500 Besucher mitnimmt auf eine geisterhafte Wanderung zwischen den Burgen Hof am Regen, Stefling und Stockenfels. www.nittenau.de/tourismus/geisterwanderung.
• Weitere Informationen zur Wanderung auf dem Ritter- und Geisterpfad sind zu finden unter www.oberpfaelzerwald.de/ ritter-und-geisterpfad.
• Der Ritter- und Geisterpfad ist ein Teil des „Drei-Burgen-Wegs“. Dieser Weg durch das mystische Regental mit einer Gesamtlänge von 27,1 Kilometern beginnt in Nittenau am Parkplatz an der Regenbrücke und kann in rund 7 Stunden bewältigt werden.
• Der Drei-Burgen-Weg führt durch Kiefern- und Buchenmischwälder sowie die Auenlandschaft des Regens. Natur, Kultur und Mystik begegnen dabei dem Wanderer. Die drei Burgen Hof am Regen, Stefling und Stockenfels, nach denen der Weg benannt ist, überschauen das weite Regental und bezeugen dessen große Bedeutung im Mittelalter.
• In Hof am Regen lohnt sich ein Abstecher zur Burg mit Folterkammer. Das imposante Schloss in Stefling kann auf 1000 Jahre Geschichte zurückblicken. Und auf der Burgruine Stockenfels büßen wie berichtet jede Nacht die Bierpanscher.
• In Neuhaus führt der Weg dann zu einem herrlichen Aussichtspunkt und in die „Bucklige Welt“ des Falkensteiner Vorwaldes. „Auf geht’s ins magische Geisterdreieck!“ • Nähere Infos gibt es beim Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald – Landkreis Schwandorf, Obertor 14, 92507 Nabburg, Telefon (09433) 20 38 10, Fax (09433) 20 38 20, E-Mail info[at]touristik-opf-wald[dot]de oder auf der Homepage www.oberpfaelzerwald.de.

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