03.11.2009 - 00:00 Uhr
NittenauOberpfalz

Geister und Hexen mit einer Skulptur am Unteren Tor "verewigt" - Webers Werk Sie weisen den Weg ins Regental

In Nittenau ist seit Samstag auch der Teufel optisch präsent. Dabei handelt es sich keineswegs um einen neudeutschen Scherz Marke "Halloween". Vielmehr zieren Hexen, Bierpanscher, der Henker von Hof und der Teufel aus der "Geisterwanderung" die Skulptur auf dem Platz vor dem Unteren Tor.

von Redaktion OnetzProfil

Wer sich in den letzten Tagen an der Abzweigung der Kolpingstraße aufgehalten hat, der bemerkte einen großen Granitstein auf der Pflasterfläche vor dem Unteren Tor. An dieser Stelle wurde am Samstag eine Skulptur, die einige typische Szenen aus der "Geisterwanderung" darstellt, enthüllt.

Bürgermeister Karl Bley begrüßte neben den Schauspielern um den Vorsitzenden des Theater- und Festspielvereins Albert Meierhofer vor allem den Künstler Robert Weber aus Lohbügl. Mit der Neugestaltung der Hauptstraße, des Unteren Tores und der Kolpingstraße entstanden mehrere Plätze, denen man eine sinnvolle Nutzung geben wollte, sagte Bley. So befasste sich der Stadtrat mit verschiedenen Ideen, eine davon stammte von Stadtrat Albert Meierhofer. Er regte an, dass man sich mit den Burgen im Regental befassen sollte.

In 200 Stunden

Glücklicherweise befinden sich in den Reihen des Theater- und Festspielvereins einige kreative Köpfe. So kam man bald auf Robert Weber aus Lohbügl bei Fischbach. Weber nahm die Aufgabe an und schuf in rund 200 Stunden die von der Straubinger Gießerei Gugg mittlerweile in Bronze gegossene Skulptur. Sein Modell fertigte er mit speziellem Wachs, das man bei Temperaturen unter 14 Grad Celsius verarbeiten sollte, damit es standfest bleibt.
Weber ordnete auf einem runden Sockel im Winkel von 120 Grad die drei Burgen an und passte die wichtigsten Figuren des Festspiels Geisterwanderung geschickt ein. Die Skulptur zeigt neben Szenen aus dem Festspiel "Geisterwanderung" mit den drei Burgen Hof am Regen, Stefling und Stockenfels auch die Spielorte des Festspiels und einige Hauptakteure.

Bei näherem Hinsehen erkennt man den Henker von Hof, den Reiter ohne Kopf, Hexen, die Bierpanscherszene, den Teufel und vieles mehr. Albert Meierhofer zeigte sich bei seinen Grußworten erfreut über die Fertigstellung und Enthüllung der Skulptur. Künstler Robert Weber informierte im Anschluss über das Entstehen seines Werkes, "das nun den Nittenauern gehört", wie er sagte. Der Theater- und Festspielverein führte im Rahmen der Enthüllung auch sein neues "Auswärtsspiel" zum ersten Mal auf, das vom Franz Joseph Vohburger extra für kleinere Anlässe geschrieben wurde. Er selbst war es auch, der das "kleine" Stück mit dem Titel "Geisterwanderung auf Reisen" vorstellte.

Das Auswärtsstück

In dem neuen Stück wird in sechs Szenen eine Kurzform der Geisterwanderung mit allen wichtigen Details gespielt. Wie es sich so gehört, tritt der Teufel als Hauptakteur zu Beginn der Szene auf. Danach kommt bei der Musik "Walkürenritt" der Auftritt der Hexen. Der Henker von Hof und die Bierpanscher auf Burg Stockenfels folgen.

Unter großem Applaus der zahlreichen Zuschauer wurde nach der Schlussszene zur Freude aller aus dem mitgebrachten Hexenkessel warmer Glühwein ausgeschänkt.

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