"Musica Panamericana"
Amerikanische Rhythmen in der Regentalhalle

Alejandro Vila leitet die Bläserphilharmonie Regensburg, die am 22. Juli in der Regentalhalle auftritt. Bild: exb
Kultur
Nittenau
16.07.2017
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Unter dem Motto "Musica Panamericana" begibt sich die Bläserphilharmonie Regensburg bei ihren Sommerkonzert am Samstag, 22. Juli, auf eine musikalische Reise quer durch die beiden amerikanischen Kontinente. Das Orchester und der argentinische Dirigent Alejandro Vila heizen den Zuschauern ein.

Eines der Hauptwerke bildet "Danzon no. 2" von Arturo Márquez in einer Bearbeitung für sinfonisches Blasorchester. Für dieses Werk verwendete der mexikanische Komponist laut einer Pressemitteilung Motive aus der mexikanischen und kubanischen Volksmusik. Der argentinische Komponist und Tango-Großmeister Astor Piazzolla hat mit seiner Tango-Nuevo-Musik sowohl die Jazzbühnen als auch die klassischen Konzertsäle der Welt erobert. Er entwickelte den klassischen Tango zum "Tango Nuevo" weiter - die synkopischen Rhythmen und typischen harmonischen Wendungen der Tangomusik kommen auch in der Bearbeitung seiner Melodien für großes Orchester prägnant zur Geltung.

Wenn von amerikanischer Musik die Rede ist, darf einer nicht fehlen: Leonard Bernstein ließ in seine Musik neben Jazzrhythmen auch lateinamerikanische Tanzmusik und klassische Opernelemente einfließen. Besonders deutlich wird dies in den "Four Dances from West Side Story".

Eine ganz andere musikalische Richtung schlägt der amerikanische Komponist Stephen Melillo mit seinem Werk "Godspeed" ein: In seiner Originalkomposition für symphonisches Blasorchester spielt der Zusammenhang von Musik und Mathematik eine große Rolle. Unbändige Energie und Virtuosität prägen den Beginn dieses Werkes, bevor ein ruhiger Teil im Stile eines musikalischen Gebets zum strahlenden, triumphalen Schluss überleitet.

Studium in Berlin

Der neue künstlerische Leiter ist Alejandro Vila, geboren in Buenos Aires, Argentinien. Nach seiner musikalischen Ausbildung in Buenos Aires mit den Hauptfächern Klavier und Fagott erhielt er ein Stipendium für die "Orchester-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters" (Karajan Stiftung) und absolvierte ein Studium an der Universität der Künste in Berlin mit dem Hauptfach Dirigieren. Erfahrung in der Leitung von Blasorchestern erwarb Vila mit der Leitung des Symphonischen Blasorchesters des Musikbundes für Ober- und Niederbayern, sowie im Rahmen eines Lehrauftrages für das Fach Blasorchesterleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.

Sein musikalisches Ziel für diese Arbeit umreißt Vila mit folgenden Worten: "Ich möchte gerne eine Kultur des 'Aufeinander Hörens' schaffen, um die Transparenz und Klarheit in der klanglich dichten Instrumentierung des symphonischen Blasorchesters zu erreichen. Dieses Ziel dient vor allem unseren Zuhörern und Konzertbesuchern, denn Transparenz und Klarheit eröffnen ihnen einen Zugang zum Verständnis der inneren Struktur unserer aufgeführten Werke. Das zu erreichen ist für mich eine große Herausforderung, aber auch eine verlockende musikalische Vision für die kommenden Jahre." Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit widmet sich Vila intensiv der Jugendarbeit. Er leitete das Jugendorchesters des Landkreises Traunstein (1990 bis 2005), das Symphonische Ensemble München und von 2000 bis 2011 das Symphonie Orchester Crescendo München. Im Herbst 2012 wurde er eingeladen, einige Konzerte im Colon Theater in seiner Heimatstadt Buenos Aires zu dirigieren.

Konzert in der Regentalhalle

Seit Oktober 2015 hat Vila einen Lehrauftrag für Blasorchesterleitung an der Musikhochschule Mannheim und wurde Künstlerischer Leiter und Dirigent des Sinfonischen Blasorchesters des MON (Musikbund von Ober und Niederbayern).

Unter der Führung seines Vorgängers Jörg Seggelke gelangen der Bläserphilharmonie beachtliche Erfolge, wie der Gewinn des CISM-Wettbewerbs 2012 in Bamberg, ein zweiter Platz beim Flicorno d'oro (2013) und zuletzt ein zweiter Platz beim Bayerischen Orchesterwettbewerb verbunden mit einer Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb (2016). Konzertkarten kosten 16 Euro (ermäßigt 12 Euro). Die Tickets gibt is im Touristikbüro Nittenau, Telefon 09436/902733, oder an der Abendkasse. Los geht es um 19.30 Uhr in der Regentalhalle Nittenau.
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