Arnold Pöppl beschirmt Geisterwanderung - Patenbitten in Bodenstein
Ganz ohne Hexerei erhört

Der frischgebackene Schirmherr über die Geisterwanderung, Arnold Pöppl (Bildmitte), sowie seine Frau Angelika (links daneben) freuten sich über den Besuch der Nittenauer Hexen mit Burgkastellans Franz Joseph Vohburger und Bürgermeister Karl Bley. Bild: sir
Lokales
Nittenau
29.04.2013
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Wenn sich Frauen in Nittenau in Hexen verwandeln, dann folgen sie den geheimnisvollen Spuren der traditionellen Geisterwanderung, meistens jedenfalls. Am Freitagabend war es etwas anders.

Zusammengekommen waren sie, um sich im Hexenstüberl an der Fischbacher Straße zurechtzumachen, für ihren großen Auftritt. Diesmal führte sie der Weg nach Bodenstein, zusammen mit dem Burgkastellan, Franz Joseph Vohburger und in Begleitung von Bürgermeister Karl Bley. Verzichtet hatte man allerdings auf den Ritt auf dem Besen, vielmehr zog sich eine Autokarawane durch die Stadt.

Der aufmerksame Passant wunderte sich zwar etwas, doch ist der Einheimische den Anblick der Hexen mittlerweile gewöhnt. Einen Schirmherrn brauchen sie und so machte sich die Gruppe mit ihrem Vorsitzenden des Theater- und Festspielvereins, Albert Meierhofer, auf den Weg zu Arnold Pöppl.

Niederknien muss sein

Ob er sich von den Hexen bezirzen ließ? Ein guter Anfang war mit ihrem Erscheinen durchaus gemacht, doch musste Meierhofer auf Holzscheiten um die Patenschaft bitten. Arnold Pöppl, Herr der Kräfte des Gases, des Wassers und der Sonnenkraft und allem anderen, was sonst noch Wärme schafft: Wer könnte für die Rolle des Schirmherrn geeigneter sein?
"Ohn' diesen Schutz, ohn' diesen Schirm kann unser Spiel zu nichts führen", bat Meierhofer nach gutem bayerischem Brauch und Sitte. Rundherum sei Pöppl vor Hexenschuss gefeit, er, der die Hex Hadrawax (Angelika Pöppl) gefreit hat. Nicht mit leeren Händen war die Delegation gekommen, ein Hexentrank sollte die Entscheidung leicht machen.

Per Handschlag wurde die Schirmherrschaft besiegelt. Bürgermeister Karl Bley dankte Arnold Pöppl mit einem Präsent vonseiten der Stadt. Anschließend wurde noch kräftig gefeiert, wie das ebenfalls der Brauch ist.
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