12.09.2015 - 00:00 Uhr
NittenauOberpfalz

Diskussionen um Farbgebung

Standort, Raumkonzept und Zweckdienlichkeit: Lange Zeit beschäftigten sich die Verantwortlichen mit diesen Fragen. Nun kam eine weitere Komponente hinzu, verbunden mit Diskussionsbedarf: die Farbgestaltung der Außenfassaden des neuen Pfarrheims mit Saal.

von Ingrid SchiederProfil

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Auf Anfrage bestätigten sowohl Pfarrer Adolf Schöls als auch Bürgermeister Karl Bley, dass es unterschiedliche Auffassungen gegeben habe. Gelb mit weißen Faschen, so lautet das Ergebnis, das seit einigen Tagen den Passanten ins Auge fällt. Der beauftragte Städteplaner, Siegi Wild, hatte Grün, Blau oder Grau vorgeschlagen.

Pfarrer Adolf Schöls meinte dazu, dass die Farbtöne sowohl der Kirchenverwaltung als auch ihm nicht zugesagt hatten. Zuerst sei von seiten der Kirchenverwaltung der Vorschlag gekommen, das Pfarrheim in Weiß zu gestalten, die Faschen sollten in Gelb gehalten werden, in dem Ton, der auch den benachbarten Kirchturm kennzeichne. Doch dann "habe ich einen Zwurl reingebracht", räumte der Geistliche ein. Und so sei die Hauptfarbe nun gelb, die Faschen weiß. Der Saal hingegen erhalte ein helles Grau. Insgesamt werden 13 Bäume, einer mehr als ursprünglich angedacht, diesen Saal umgeben. Überhaupt würden die Außenanlagen mit vielen Grünflächen ansprechend gestaltet. "Mir gefällt es", meinte Pfarrer Schöls dazu auf NT-Anfrage.

"Gelb ist zwar eine schöne Farbe, aber es stellt sich die Frage, ob es richtig ist, wenn so viel Gelb in der Umgebung vorhanden ist", meinte dazu Bürgermeister Karl Bley, der es bedauerte, dass man nicht den städtebaulichen Empfehlungen gefolgt sei. Denn viele Gebäude in der nächsten Umgebung seien eben gelb. Bei den Kirchenverantwortlichen hätten die Vorschläge keine Zustimmung erfahren.

Die Stadt habe hier aber keinen Einfluss. "Eine abwechslungsreichere Farbgestaltung hätte dem Ortsbild gut getan", so Bley. Auch bei der Farbe des Saals habe es Vorschläge gegeben, die ebenfalls nicht angenommen worden seien. Auch hier hätte das Gebäude einen Kontrast vertragen, so der Bürgermeister.

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