Dr. Gerhard Eigler referiert im Haus des Gastes
Gablonzer Schmuck

Lokales
Nittenau
04.09.2014
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Dem Begriff vom "Gablonzer Schmuck" haftet etwas an, das jenseits von billigem Modeschmuck mit dem Funkeln von geschliffenen Glassteinen und polierten Fassungen zu tun hat. Die Glashütten des Isergebirges waren von der Produktion von Butzenscheiben und Hohlgläsern im 18. Jahrhundert dazu übergegangen, den Bedarf von Kleinhohlgläsern und Perlen, bisher aus Frankreich oder Venedig, zu bedienen.

Eine reiche Farbpalette von Glassteinen, raffinierter Schliff, die Produktion von innen versilberten Glasperlen, aber auch von zartem Weihnachtsschmuck lässt sich mit Gablonz in Verbindung bringen. Krieg und Vertreibung ließ diesen mächtigen Wirtschaftszweig im Isergebirge zerbrechen. Wo auch immer Gablonzer sich niederließen, begannen sie erneut mit ihrem Gewerbe, nicht nur in Neugablonz bei Kaufbeuren.

Mit Gablonzer Schmuck muss man auch an die heute weltweit bekannte Firma Swarovski denken. Der Glasschleifer Daniel Swarovski stammte aus Georgenthal bei Gablonz und meldete 1892 einen mechanischen Glasschleifapparat zum Patent an.

Der Mineraloge und Sammler Dr. Gerhard Eigler hatte 2002 eine vielbeachtete Sonderausstellung zu Gablonzer Schmuck im Stadtmuseum Nittenau verwirklicht. Sein Vortrag dazu am Freitag, 26. September, um 19 Uhr findet im Zuge des Jahresprogramms "Glas" der Akademie für Natur und Industriekultur Neunburg vorm Wald statt. Der Eintritt im Haus des Gastes ist frei.
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