26.08.2014 - 00:00 Uhr
NittenauOberpfalz

Kulinarischer Abend der Werbegemeinschaft Nittenau mit Unterstützung der Touristik ein großer ... Bei Essen und Trinken bestens unterhalten

Die Nittenauer "City-Girls" zeigten eine perfekte Choreographie zu flotten Rhythmen.
von Ingrid SchiederProfil

Die Plätze auf dem Marktplatz reichten nicht aus, um die Menschenmenge zu fassen. Die Verantwortlichen schleppten eiligst weitere Biertisch-Garnituren herbei, die bereits vorrätig gehalten wurden. Zugegeben, die Temperaturen waren kühler als in den Vorjahren, davon unbeeindruckt zeigten sich die Gäste die den vielfältigen Gaumenfreuden frönen wollten, beim zehnten kulinarischen Abend und sie wurden nicht enttäuscht. An den Ständen hatten die acht Wirte und ihre Helfer alle Hände voll zu tun, um der Nachfrage Herr zu werden. Herzhaftes und Süßes, aber auch Vegetarisches standen hoch im Kurs. In Gesellschaft schmeckt es einfach noch einmal so gut. Nicht nur mit ihrem Musikrepertoire, sondern auch mit ihren Späßen und Witzen begeisterten die "Stauern-Jaga" ihr Publikum. In der Hüpfburg in einem geschützten Bereich fühlten sich die kleinen Festbesucher gut aufgehoben. Zu fortgeschrittener Stunde war es endlich soweit: Den Part des Unterhaltungsprogramms lieferten zunächst die Nittenauer "City-Girls" mit ihren Tänzen zu schwungvoller Musik. Der Applaus dafür war mehr als verdient.

Anlaufstelle für Organisatorisches war das Touristik-Büro mit Leiter Hermann Riedl. In seiner gewohnt souveränen Art beantwortete er die Fragen der Touristen, aber auch so mancher Einheimische hakte nach, vor allem was den zeitlichen Rahmen der verschiedenen Attraktionen betraf. Mit Preisen ausgezeichnet wurden wieder die Festbesucher, die die weiteste Anreise in die Stadt am Regen bewältigt hatten und mitfeierten.

690 Kilometer gefahren

Im Namen der Werbegemeinschaft, die als Veranstalter des kulinarischen Abends fungierte, überreichte Sebastian Jakob Preise an Bärbel und Johannes Dichte aus Hamburg, die 690 Kilometer zurückgelegt hatten. Aus der Schweiz kamen Michaela und Josef Pöppl, genauer aus Susten im Kanton Wallis. Sie hatten 627 Kilometer bewältigt. Für den Touristikverein Nittenau überreichte zweite Vorsitzende Juliane Denk Präsente. Seinen Dank für das Kommen sprach im Namen der Stadt dritter Bürgermeister Jürgen Kuprat aus. "Wir kommen wieder", versprach der 77-jährige sehr rüstige Rentner Johannes Dichte. Hier in der Gegend lebten zum Teil ihre Kinder.

Noch ganz jung ist das Glück von Michaela und Josef Pöppl. Erst am 14. Juni hat das Paar geheiratet. Der 40-jährige Josef Pöppl stammt aus dem benachbarten Bruck. Durch die Arbeit in der Schweiz hat er seine Frau, die 25-jährige Michaela, kennengelernt. Das Paar lebt in der Schweiz. Finstere Gestalten trieben ihr Unwesen am Rande des Festplatzes. "Allerhand Deifl- und Hexengwiach" stand auf der Ankündigung. Hinter dem harmlos klingenden Vereinsnamen "Schwarzachtal Pass" verbargen sich schaurig-schöne Gestalten wie Deifl, Perchten und Hexen. Sie boten eine perfekte Show und zeigten mitunter, dass sie auch anders konnten: Nicht nur Unbehagen und Schrecken verbreiten, sondern auch Humor durch allerlei Schabernack im bepelzten Nacken. Den Besuchern gefiel es. Und auch die Kinder hatten durch die freundlichen Gesten bald ihre Scheu verloren und reichten den unheimlichen Gesellen die Hand.

Und noch ein Gutes hatte die Vorstellung: Die kleinen Feuer und das Feuer im Kessel hatten die Luft ein wenig erwärmt und damit die Zuschauer. Die hatten sich inzwischen fröstelnd in ihre Jacken gepackt. Bei einem warmen Essen war die Kälte dann jedoch bald wieder vergessen.

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