Prof. Brautsch stellt Klimaschutzkonzept im Stadtrat vor
"Erneuerbar" ist Trumpf

Lokales
Nittenau
19.04.2013
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5,5 Tonnen Kohlendioxid blies jeder der gut 9000 Nittenauer im Jahr 2010 mit seinem Energieverbrauch in die Luft. Das ist deutlich weniger als der Landkreis-Durchschnitt von 10,5 Tonnen. Verbesserungen sind aber möglich. Das erläuterte Prof. Dr. Markus Brautsch im Stadtrat.

Der Landkreis hatte integriertes Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben, aus dem sich auch Stammdaten für die Stadt Nittenau ablesen lassen. Die zeigen, dass ein relativ großer Anteil des Energieverbrauchs in der Stadt am Regen über Heizöl gedeckt wird. Andererseits war bereits im Jahr 2010 - daher stammen die Zahlen - der Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch relativ hoch. Schon 28 Prozent des Stromverbrauchs wurden durch Erneuerbare gedeckt, dazu 15 Prozent der Heizenergie. Biomasse-Kraftwerke, Holzheizungen und Wasserkraft spielen hier eine große Rolle.

Anhand von Beispielen aus anderen Kommunen zeigte Brautsch auf, wie anhand einer Fortführung der Studie Einsparpotenziale sowohl für Hausbesitzer, Gewerbe- und Industriebetriebe als auch für die kommunalen Liegenschaften aufgezeigt werden können.

Großes Potenzial könnte etwa in der Einsparung von Wärmeenergie durch energetische Sanierung von Wohnhäusern liegen. Rund 1700 der gut 2400 Gebäude in Nittenau wurden vor 1968 gebaut.

Der Stadtrat beschloss auf Vorschlag von Bürgermeister Karl Bley einstimmig, zunächst einen Zuwendungsantrag zu stellen und dann die weiteren Schritte zur Erstellung eines Energienutzungsplanes einzuleiten.
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