13.09.2017 - 20:00 Uhr
NittenauOberpfalz

Drei Neue im Stadtrat

Das Personalkarussell im Stadtrat Nittenau drehte sich gewaltig. Nach der Sommerpause gab es etliche Veränderungen. Gleich drei Fraktionen - CSU, Grüne und Freie Wähler - stellten sich neu auf.

Bürgermeister Karl Bley (rechts) vereidigte die neuen Stadtratsmitglieder (von links) Christoph König (Die Grünen), Michael Prasch (Freie Wähler) und Markus Fohringer (CSU). Bild: doz
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Reinhold Hochmuth (CSU) legte sein Stadtratsmandat nach 18 Jahren aus gesundheitlichen Gründen nieder. Er rückte 1999 für den damals verstorbenen Gerhard Stangl nach und erhielt bei drei weiteren Wahlen das Vertrauen der Bürger. Von 1999 bis 2017 war Hochmuth ständiges Mitglied im Bau- und Umweltausschuss. Bürgermeister Karl Bley (SPD) erklärte, dass es Hochmuth nicht möglich gewesen sei, bei der Sitzung dabei zu sein. Der Bürgermeister sagte: "Reinhold Hochmuth vertrat im Ratsgremium den Berufsstand der Landwirte und verwies bei so manchen Entscheidungen auf deren Belange. Dabei hatte er stets die Interessen der Stadt insgesamt im Blick, zum Wohle und zur Fortentwicklung unserer Gemeinde." In den vergangenen knapp zwei Jahrzehnten habe er die "Entwicklung unserer Heimatgemeinde mitgeprägt". "Es hat Freude gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten. Auch wenn wir unterschiedlichen politischen Gruppierungen angehören, so stand doch immer die Sachentscheidung zum Wohle der Allgemeinheit im Vordergrund." Für Hochmuth rückte Markus Fohringer in den Stadtrat nach.

Auch bei den Freien Wählern gab es eine Rochade. Otto Storbeck ist nicht mehr im Stadtrat. Seinen Platz nimmt nun Michael Prasch ein. Die Gründe für Storbecks Rückzug sind laut Prasch "die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten". Unter anderem ist Storbeck Geschäftsleiter im Haus des Guten Hirten. Als Listennachfolgerin für Franz Probst (Die Grünen) wäre normalerweise Vera Potempa vorgesehen gewesen. Sie lehnte das Amt jedoch ab, so dass Christoph König zum Zug kam. Gegenüber unserer Zeitung erklärte König: "Das Ausscheiden von Franz Probst hat mehrere Gründe. Zum einen private. Zum anderen war er über 25 Jahre im Stadtrat." Nach so langer Zeit habe Probst entschieden, das müsse reichen. Probst kritisierte aber - auch nach seinem Rückzug aus dem Gremium - immer wieder die Informationspolitik im Stadtrat. Unterlagen seien häufig zu spät vorgelegt worden. Bürgermeister Karl Bley vereidigte in der Stadtratssitzung Fohringer, Prasch und König. Durch die neue Zusammensetzung im Stadtrat ergeben sich einige Änderungen. Im einzelnen sind das:

Heinrich Hofstetter ist neuer stellvertretender Sprecher der FW-Fraktion. Michael Prasch übernimmt die Sitze in den Ausschüssen, in denen bisher Otto Storbeck vertreten war.

Die Grünen haben Elisabeth Bauer zur neuen Sprecherin der Fraktion gemacht. Neuer Stellvertreter ist Christoph König. Er übernimmt auch die Sitze in den Ausschüssen, in denen bisher Franz Probst vertreten war.

Die CSU hat sich für folgende Nachfolge-Regelungen entschieden: Anstelle von Reinhold Hochmuth ist nun Albert Meierhofer Mitglied des Bau- und Umweltausschusses und Markus Fohringer erster Vertreter. Letzterer wird dafür anstelle von Meierhofer Mitglied des Hauptausschusses (erster Vertreter Meierhofer, zweiter Vertreter Willi Sturm). Zweiter Vertreter im Rechnungsprüfungsausschuss wird Fohringer.

Otto Storbeck hat das Amt als Verbandsrat des Abwasserzweckverbandes Sulzbachtal niedergelegt. Die FW-Faktion schlug Michael Prasch als neuen Verbandsrat vor. Das Gremium votierte einstimmig dafür.

Es hat Freude gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten. Auch wenn wir unterschiedlichen politischen Gruppierungen angehören, so stand doch immer die Sachentscheidung zum Wohle der Allgemeinheit im Vordergrund.Bürgermeister Karl Bley über Reinhold Hochmuth
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