18.10.2017 - 16:02 Uhr
NittenauOberpfalz

Stadtrat Nittenau "Haus des Flusses" für Angerinsel

Auf der Angerinsel ist ein beachtliches Projekt geplant: das "Haus des Flusses". Es soll ein Café, einen Veranstaltungsort und eine Erlebnisausstellung vereinen. Im Stadtrat stellte Oliver Mack (Büro "Space 4" aus Stuttgart) am Dienstagabend das Konzept vor.

In der Stadtratssitzung am Dienstag wurde das Konzept für das "Haus des Flusses" vorgestellt. Bild: doz
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Mack erklärte: "Die Grundidee ist es, kleine und große Besucher mit auf eine Reise entlang des Flusses Regen zu nehmen." Das "Haus des Flusses" gehe über ein klassisches Bildungszentrum hinaus. Es handle sich eher um eine erlebnisorientierte Ausstellung. Mack habe recherchiert und sei auf keine vergleichbaren Projekte gestoßen. Ziel sei eine "dauerhafte Inwertsetzung der Angerinsel".

Angedacht sind sechs Räume, die sich unterschiedlichen Themenbereichen widmen: "Quelle", "Mensch", "Wasser", "Ufer", "Landschaft" und "Mündung". Dabei soll es auch durchaus eine kritische Auseinandersetzung geben - etwa zum Thema Hochwasser. Neben einer Gastronomie, Aufenthaltsräume und einen Veranstaltungsraum soll am Außengelände ein Wasserkraft-Spielplatz entstehen. Dort soll dem Publikum spielerisch die "Kraft und Nutzung des Wassers vermittelt werden". Es geht um Fragen wie: Wie funktioniert ein Mühlrad, eine Schleuse, eine Turbine? Weil das "Haus des Flusses" ein inklusiver Ort für Menschen mit und ohne Einschränkungen werden soll, ist ein barrierefreier Bau geplant. Mack erklärte, dass eventuell eine Zusammenarbeit mit den Barmherzigen Brüdern angedacht sei, die das Café übernehmen könnten. So weit sind die Planungen allerdings noch nicht fortgeschritten. In der aktuellen Phase geht es darum die Anforderungen für die Architektur-Büros abzustecken, die sich um die Maßnahme bewerben können.

Für ein weiteres Thema im Stadtrat sorgte die Katholische Kirchenstiftung Nittenau. Sie will das Gebäude der Kindertagesstätte einer Generalsanierung unterziehen. Karl Bley erklärte: "Wir sind nicht Eigentümer, aber Financier des Gebäudes." Der Bürgermeister gab außerdem zu bedenken, dass die Stadt verpflichtet ist, Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Alternative zur Generalsanierung wäre also, dass etwa 100 Kindergarten-Plätze geschafft werden müssten. Deshalb beschloss der Stadtrat einstimmig, eine Förderung für die Maßnahme beim Freistaat abzuklären. Außerdem beauftragte das Gremium die Verwaltung Gespräche mit der Kindergarten-Leitung und der Kirche zu führen.

Thomas Hochmuth (CSU) sagte: "Wir stellen uns nicht dagegen. Gewisse Stadträte sind schon in dem Kindergarten gewesen. Deshalb unterstützen wir das gerne." Jürgen Kuprat (SPD) erklärte: "Das Gebäude ist Baujahr 1982 - zumindest zum Teil. Man sieht, dass saniert werden muss." Der Stadtrat beschoss am Dienstag schließlich noch, dass die Gemeindeverbindungsstraße "Further Straße" zu einem öffentlichen Feld- und Waldweg abgestuft wird.

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