Feldgeschworener vereidigt

Hermann Fendl (Dritter von links) wurde von Bürgermeister Karl Bley (Zweiter von links) im Beisein von Geschäftsleiter Jakob Rester (links) und Markus Brunhofer vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (rechts) feierlich als Feldgeschworener vereidigt. Bild: sir
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Nittenau
12.12.2016
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Der Feldgeschworene übt eines der ältesten kommunalen Ehrenämter Bayerns aus. Vier bis sieben von ihnen soll es laut Gesetz in einer Gemeinde geben. In Nittenau wurde mit Hermann Fendl für die Gemarkung Fischbach nun ein weiterer Feldgeschworener bestellt.

Bürgermeister Karl Bley hieß im Rathaus neben den Feldgeschworenen auch Markus Brunhofer vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, den städtischen Geschäftsleiter Jakob Rester sowie vom städtischen Bauamt Josef Fellner und Erwin Schreiber willkommen. Die Vereidigung von Feldgeschworenen obliegt dem Bürgermeister. Als Dienstaufsichtsbehörde gilt die Stadt, die Fachaufsicht obliege dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.

Hunderte Vermessungen

"Es geht darum, einen weiteren Feldgeschworenen zu ernennen", sagte Bley. Markus Brunhofer sei seit März 2016 Außenstellenleiter beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 2012 sei er als Referendar tätig gewesen. Davor war er in Freising, jetzt wieder in Neunburg.

In Freising habe er gerade im Bereich Vermessung Erfahrungen gesammelt. Er wohnt in Mintraching und freut sich, dass er wieder in eine ländliche Region gekommen sei. "Man meint, hier ist nichts los", sagte Brunhofer. Doch die Zahlen sprächen eine andere Sprache. In Freising seien es zirka 500 Vermessungen gewesen. Im Landkreis Schwandorf habe es 2015 insgesamt 396 Grundstücksvermessungen sowie 95 Grenzwiederherstellungen gegeben.

Insgesamt hätten im Landkreis Schwandorf 545 allgemeine Vermessungen stattgefunden, also mehr als in Freising. "Das ist nur möglich, wenn eine starke Unterstützung da ist, Gehilfen und Feldgeschworene", betonte der Sprecher, der für die Verlässlichkeit dankte. Im Stadtbereich Nittenau habe es im vergangenen Jahr 36 Messungen gegeben, in Bergham zehn und in Nittenau acht. 2016 seien es bislang neun in Bergham und acht in Nittenau gewesen.

Drei Monate Wartezeit

Berücksichtigt werden müsse die demografische Entwicklung und die Nähe zur B16. Es sei ein Gebiet, das gefragt ist, bei dem Bauplätze ausgemessen werden müssten, so Brunhofer. Bei Antragstellung betrage die Wartezeit derzeit ein Vierteljahr. Aufgrund der steigenden Tendenz gebe es drei statt bislang eine Vermessungsgruppe. Mit der Vereidigung von Hermann Fendl erlebte die Versammlung ihren feierlichen Moment. Bürgermeister Karl Bley zählte zum ersten Gratulanten, dem sich die Anwesenden anschlossen. Hans Seebauer, Obmann der Feldgeschworenen, dankte dem neuen Feldgeschworenen für seine Bereitschaft, diesen Dienst zu übernehmen.

Streitigkeiten verhindern

Deutlich wurde im Laufe der Versammlung, dass es sich um eine Tätigkeit handelt, die neben dem Markieren, Sichern und Erhalten der Grenzpunkte ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl benötigt. Gerade, um Nachbarschaftsstreitigkeiten beizulegen oder erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das könne auch durch den Einzug der der Digitalisierung nicht geleistet werden.
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