27.11.2017 - 20:00 Uhr
NittenauOberpfalz

Gemeinsame Übung Lob für die Einsatzkräfte

Die Einsatzfahrzeuge schlängeln sich mit Blaulicht und Martinshorn durch den Verkehr Richtung Treidling beim Steinbruch in Nittenau. Die Alarmmeldung lässt nichts Gutes vermuten: ,,Verkehrsunfall mit mehreren Pkw".

von Jürgen MaschingProfil

Es handelte sich aber um keinen Ernstfall, sondern um die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Bergham zusammen mit der Feuerwehr Reichenbach und dem BRK Nittenau. Am ,,Unfallort" eingetroffen zeigte sich ein Bild wie es jederzeit passieren kann - drei Autos sind im Kreuzungsbereich zusammengestoßen, ein Fahrzeug liegt auf dem Dach, im Graben zwei weitere Fahrzeuge, die sich ineinander verkeilt haben.

Bei der ersten Erkundung durch die Gruppenführer stellte sich heraus, dass vier Personen im Fahrzeug eingeklemmt sind. Notarzt Dr. Gebhard Proske aus Nittenau sichtete die Verletzten und stellte fest, dass die Person des auf dem Dach liegenden Pkw schwer verletzt ist und ordnete eine sogenannte Crash-Rettung an. Dabei muss eine Person schnellstmöglich aus einem Fahrzeug befreit werden, um das Leben des Patienten retten zu können.

Hierbei kann auf eine "patientenschonende Rettung" keine Rücksicht genommen werden. Die Befreiung dauerte nur ein paar Minuten und der Rettungsdienst begann sofort mit der Versorgung. Zeitgleich legten die Feuerwehren aus Reichenbach und Bergham jeweils an einem weiterem Auto mit den Rettungsmaßnahmen mittels hydraulischen Geräten los. Da es keine Zeit zu verlieren galt, übernahm Reichenbach mit einem Rettungssatz einen Pkw und Bergham mit zwei Rettungssätzen den zweiten. Alles ging Hand in Hand - und so konnten auch die anderen drei Patienten schnell befreit werden.

Als alle Unfallbeteiligten versorgt und abtransportiert waren, erfolgte die Nachbesprechung. Die Kommandanten Franz Schuierer, Feuerwehr Bergham, und Sepp Stuber, Feuerwehr Reichenbach, zeigten sich erfreut über die einwandfreie Zusammenarbeit. Beide lobten auch die Zusammenarbeit mit dem BRK, die hervorragend verlief. Johannes Kraupner von der Bereitschaft Nittenau lobe ebenfalls das Miteinander. Im Anschluss wurden die Geräte wieder in den Fahrzeugen verstaut und alle Beteiligten fuhren ins Gerätehaus der Feuerwehr Bergham.

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