Hautversammlung der Feuerwehr Bergham
Zu jeder Zeit bereit

Für ihre Verdienste um die Feuerwehr Bergham erhielten Helmut Fleischmann (Dritter von links) und Kommandant Franz Schuierer (Zweiter von rechts) das Ehrenkreuz in Silber. Es gratulierten (von links) Landrat Thomas Ebeling, Kreisbrandmeister Armin Jehl, Kreisbrandrat Robert Heinfling und Dritter Bürgermeister Jürgen Kuprat. Bild: sir
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Nittenau
09.01.2017
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Die Feuerwehr Bergham rückte im vergangenen Jahr zu 72 Einsätzen aus. Der Schwerpunkt lag auf der technischen Hilfeleistung. Ein schwerer Unfall wird den Aktiven noch länger in Erinnerung bleiben.

(sir) Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Feuerwehr Bergham. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im Landgasthof Schmidbauer in Muckenbach zeugten die Berichte der Verantwortlichen von den vielfältigen Aktivitäten. Gesellschaftliche Ereignisse sind von langer Hand geplant. Nicht planbar dagegen sind die Einsätze, zu denen die Aktiven gerufen wurden.

Belastender Einsatz

Der Bericht des Kommandanten Franz Schuierer zeichnete ein konkretes Bild. Er sprach von 72 Einsätzen, die sich in fünf Brandfälle, 35 technische Hilfeleistungen, zwölf Sicherheitswachen und vier freiwillige Leistungen sowie sechs Einsatzübungen aufteilten. Zu Bränden musste die Wehr zu Krones, zum "Haus Valentin" und zum Gummiwerk Schönek sowie zu Wald- und Flächenbränden ausrücken. Hinter den technischen Hilfeleistungen verbergen sich Verkehrsunfälle und ein Gefahrguteinsatz.

Spektakulär verlief ein Unfall auf der Staatsstraße 2149 bei Forsting, wo sich ein Pkw überschlagen hatte. "An sich keine große Sache für uns Einsatzkräfte", sagte Schuierer. Doch als er bereits "Abmarschbereitschaft" angeordnet hatte, sei ein Auto von Nittenau kommend in die Einsatzstelle gefahren. Zum Glück gab es keine Verletzten. Sehr belastend für alle Helfer war ein schwerer Verkehrsunfall am Heiligen Abend mit zwei Toten an der Fischbacher Straße. Bei den 72 Einsätzen waren rechnerisch 664 Feuerwehrkameraden im Einsatz. 1450 Stunden wurden geleistet. Bei 19 praktischen Übungen, zwei davon mit Partner-Wehren aus dem Stadtgebiet, hielten sich die Aktiven fit. An 17 Ausbildungsabenden wurde Wissen vermittelt. Hier leisteten die Aktiven 1410 Stunden, 890 davon in Praxis.

Schuierer zählte außerdem die Überprüfungen von Hydranten, den Lehrgang für Atemschutzgeräteträger und die modulare Truppmann-Ausbildung auf. Beteiligt waren die Berghamer beim Florianstag in Stefling und bei Dienstversammlungen. Verschiedene Leistungsstufen für das Leistungsabzeichen "Wasser" wurden abgelegt.

Die Wehr nahm mit 15 Personen am Oberpfalzcup teil. Die Jugendgruppe unterzog sich erfolgreich der Prüfung des Bayerischen Jugend-Wissenstests in verschiedenen Leistungsstufen. Ein langgehegter Wunsch ging mit der Übergabe der beiden Schubboote in Erfüllung. Für die Gerätschaften wurde ein neuer Tandem-Anhänger beschafft. Schuierer dankte Thomas Söllner für die Umbauarbeiten, die 140 Stunden in Anspruch genommen hatten. 405 Stunden seien für Pflege und Wartung vom Gerätehaus und den Fahrzeugen aufgebracht worden, dafür lobte Schuierer die Gerätewarte Christian Sandner, Sebastian Bock und Roland Strahl.

Der Kommandant dankte allen Einsatzkräften, dem Landkreis mit Landrat Thomas Ebeling, der Stadt Nittenau mit Bürgermeister Karl Bley und den Stadträten für die Unterstützung. Besonders erwähnte der Sprecher die finanzielle Unterstützung von 10 142 Euro durch den Feuerwehrverein.

Silbernes Ehrenkreuz

Zwei langjährigen Mitgliedern wurde eine besondere Ehrung zuteil. Sie erhielten aus den Händen von Landrat Thomas Ebeling das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Die Laudatio hielt Feuerwehr-Vorsitzender Karl-Heinz Stich. Helmut Fleischmann sei 1967 in die Berghamer Wehr eingetreten, habe viele Übungen und Lehrgänge absolviert, den Atemschutz mit aufgebaut. 1983 fungierte er als erster Kommandant, anschließend von 1995 bis 2013 als erster Vorsitzender.

Franz Schuierer konnte sich ebenfalls über diese Auszeichnung freuen. 1979, im zarten Alter von 14 Jahren, sei er in die Jugendwehr eingetreten und habe sich um die Fahrzeuge gekümmert. Von 1983 bis 1995 übte er das Amt des zweiten Kommandanten aus, anschließend bis heute das des ersten Kommandanten. Viele Beschaffungen fallen in seine Amtszeit. Unermüdlich vermittle er die Begeisterung für den aktiven Dienst. Sie seien "Feuerwehr-Männer mit Leib und Seele", charakterisierte Stich die beiden Geehrten.
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