Kooperation zwischen Regental-Gymnasium und Peking Yuying Middle School erneuert
Mehr Austausch mit Chinesen

Die Vertreter der Schulen aus Nittenau und China unterzeichneten einen Kooperationsvertrag. Auch Bürgermeister Karl Bley (Mitte) war dabei. Bild: sir
Vermischtes
Nittenau
10.12.2016
12
0

Aus der Kooperation zwischen dem Regental-Gymnasium (RTG) und der chinesischen Schule Peking Yuying Middle School ist mittlerweile mehr entstanden - eine freundschaftliche Beziehung.

Bereits im Jahr 2010 hatte das Regental-Gymnasium erste Kontakte in das Reich der Mitte geknüpft. Nach einer Reise der Big Band des RTG nach China sowie einem Gegenbesuch unterzeichneten die Schulen einen offiziellen Freundschafts- und Kooperationsvertrag.

Nun befand sich eine vierköpfige Delegation der chinesischen Partnerschule auf Einladung des Gymnasiums und der Stadt in Nittenau. Die Gäste besuchten nicht nur den Unterricht, sondern erhielten auch Einblicke in die deutsche und bayerische Kultur und Lebensweise. Bei dieser Gelegenheit wurde zudem im Beisein des Nittenauer Bürgermeisters Karl Bley im Rathaus ein neuer Freundschaftsvertrag zwischen dem RTG und der Peking Yuying Middle School unterzeichnet. Nach dem Aufenthalt der Big Band in Peking 2010 und einem ersten Schüleraustausch der beiden Schulen im Jahr 2013 sollen die Kontakte in den nächsten Jahren intensiviert werden.

Intensiveres Kennenlernen

Ein Schüleraustausch mit einer chinesischen Schule sei für alle Beteiligten einerseits eine große Herausforderung - nicht nur der Sprachen wegen -, andererseits generell ein Gewinn an wichtigen persönlichkeitsbildenden Erfahrungen, betonte RTG-Schulleiterin Petra Weindl. Die chinesische Kultur und das Bildungssystem seien jedoch für deutsche Schüler besonders interessant. Angesichts der rasanten Entwicklung der Kontakte zwischen beiden Ländern auf gesellschaftlicher, politischer und kultureller Ebene bilde eine Schulpartnerschaft außerdem eine ausgezeichnete Grundlage für ein intensiveres gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen, so Weindl weiter. Diese Partnerschaft ergänze auch die Intention des Landkreises Schwandorf, Kontakte mit China zu knüpfen. So wurde erst kürzlich eine Absichtserklärung zur Entwicklung einer dauerhaften Partnerschaft zwischen dem Landkreis Schwandorf und der Stadt Laizhou unterzeichnet.

Bürgermeister Bley zeigte sich ebenfalls davon überzeugt, dass beide Seiten von einem intensiveren Kontakt profitieren würden, und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Nittenau und sein Umland für Schüler aus der Millionenstadt Peking einen reizvollen Kontrast darstelle. Die vier Vertreter der Peking Yuying Middle School zeigten sich von Nittenau und der Umgebung beeindruckt. Sie betonten ihren Willen, die Kooperation mit dem RTG zu verstärken. Organisatorische Schwierigkeiten, so der Tenor der beiden Kooperationspartner, dürfen dabei kein Hindernis sein, auch wenn die beiden Schulen unterschiedlicher nicht sein könnten.

Während nämlich das RTG ein relativ kleines, ländlich geprägtes Gymnasium ist, handelt es sich bei der Peking Yuying Middle School um eine Mega-Schule mit Internatsbetrieb und rund 7000 Schülern an insgesamt vier Standorten. Der Unterricht findet, verglichen mit den Verhältnissen in deutschen Klassenzimmern, in sehr großen Lerngruppen statt; bis zu 60 Schüler in einer Klasse.

Hervorragende Ausstattung

Wegen der aus deutscher Sicht auffallenden Disziplin und Leistungsbereitschaft aller Chinesen stellt diese Klassengröße allerdings kein Problem dar. Alle Klassen sind technisch hervorragend ausgestattet. So sind Laptop und Beamer Standard, wie inzwischen auch beim RTG, die Sammlungen in den Naturwissenschaften lassen kaum Wünsche offen. Das Schulgelände der Yuying Middle School ist weitläufig, ein großes Sportgelände gleich nebenan.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.