14.02.2018 - 16:28 Uhr
Nittenau

"Oaschboußn" am Aschermittwoch Brett vor dem Hintern

Woher der Brauch kommt, weiß keiner mehr. Auch nicht, warum nur die Damen am Aschermittwoch beim "Oaschboußn" mit dem Bierschlegel versohlt werden. Aber nicht zu fest, schließlich ist auch noch Valentinstag.

Brett vor den Allerwertesten, und drei Hiebe mit dem Schlegel: Vor dem "Oaschboußn" gibt es für die Damen am Aschermittwoch kein Entkommen, Valentinstag hin oder her. Bilder: aje (2)
von Redaktion OnetzProfil

Nittenau/Brunn. (aje) Es hat dann doch beim ein oder anderen "Rummlfesler" etwas länger gedauert. Nach dem tollen Faschingszug und dem Kehraus am Dienstag stand aber noch ein traditioneller Termin an: "Oaschboußn" und "Geldbeutelwaschen" im Gasthaus zur Sonne in Brunn.

Der Empfang für die Damen war wenig sanft, aber auch das gehört dazu. Mit einem Bierschlegels gibt es drei Schläge auf den Allerwertesten - der aber natürlich mit einem Brett geschützt ist. Die drei Schläge sollten genügen, die bösen Geister auszutreiben und damit dem Fasching endgültig ein Ende machen für dieses Jahr. Zunächst weigerten sich alle Damen - aber die Herren der Schöpfung behielten die Oberhand.

Allerdings fielen die Schläge nicht zu hart aus - schließlich ist das "Oaschboußn" am Aschermittwoch in erster Linie eine Riesengaudi. Und die hatten die "Rummlfelser" und ihre Gäste natürlich. Das "Oaschbuaßn" ist schon seit dem 19. Jahrhundert Tradition.

Zum Aschermittwoch in Brunn gehört auch der nächste Brauch: Das Geldbeutelwaschen. Nach der Faschingszeit, wenn der Geldbeutel leer war, gingen die Burschen früher von Haus zu Haus und von Geschäft zu Geschäft und verlangten Geld. Vorher wuschen sie ihr leeres Portemonnaie, meist an einem Bach oder Fluss. Einem alten Glauben zufolge sollte so auch neues Geld in den Beutel gespült werden. Heutzutage geht es etwas ruhiger zu, wenn die Faschingsnarren von Fischbach die Tradition aufrecht erhalten. Die "Rummlfelser" halten die Bräuche schon seit rund 35 Jahren hoch. Dazu gehört auch, noch einmal pikante Details aus den vergangenen Faschingsnächten und dem Fischbacher Faschingszug zu diskutieren. Darüber sei aber der Mantel des Schweigens ausgebreitet.

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