Sturm aufs Rathaus
Kinder verspeisen Schlüssel

Da hilft auch Niederknien nichts. Bürgermeister Karl Bley darf seinen Rathausschlüssel nicht behalten. Er muss ihn an die Chefin des Weiberkomitees, Helga Proske (rechtes Bild), abgeben. Bilder: aje (2)
Vermischtes
Nittenau
09.02.2018
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Es ist 11.11 Uhr. Dem Rathauschef geht's an den Kragen. Pünktlich stürmen die Frauen des Weiberkomitees und die Kinder des BRK-Kindergartens durch die Tür des Rathauses.

Fröhlich singen sie die Weiberpolka zum "unsinnigen Donnerstag". Begrüßt werden die Mitarbeiter des Rathauses und die zahlreichen Gäste mit einem lauten "Helau". Zusammen fordern die Weiber, unter Leitung von Helga Proske, sowie die Mädchen und Buben mit ihrer Kindergärtnerin Andrea Ludwig den goldenen Rathausschlüssel von Bürgermeister Karl Bley.

Doch zunächst singen die Kleinen das bekannte Kinderlied "Meine Tante aus Marokko" und werden dabei tatkräftig von Bley und den Gästen unterstützt. Die Strophe mit dem Schweinchen im Lied sorgt bei allen Anwesenden für herzliches Gelächter, da ein Rathausmitarbeiter tatsächlich ein rosarotes Schweinekostüm trägt.

Anschließend verlangen die Mädchen und Buben gemäß dem Brauch den Schlüssel vom Bürgermeister. Dieser hat jedoch eine Überraschung bereit. Anstatt des echten Schlüssels bringt er den Kindergartenkindern einen großen Brezenschlüssel. Natürlich wird der gleich verspeist. Der richtige Schlüssel gerät aber nicht in Vergessenheit, den schnappen sich sofort die Damen aus dem Weiberkomitee. Anschließend geht es Bley nochmals an den Kragen, als die Kinder zusammen mit dem Weiberkomitee bei seiner Krawatte kurzen Prozess machen.

Getreu dem Motto "Ein bisschen Spaß muss sein" folgt ein Gedicht des Bürgermeisters. Darauf kontern die Damen sofort mit ihrem Tanz zur Weiberpolka und einem Quiz für Bley. Darunter sind Fragen wie: "Warum benutzen Beamte keine Papiertaschentücher? Weil Tempo oben steht." So wird die Stimmung im Rathaus immer fröhlicher. Zum Schluss gibt es Sekt und Krapfen für alle. Der Fasching in Nittenau ist nun im vollen Gange.
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