18.08.2017 - 14:02 Uhr
NittenauOberpfalz

50 Jahre Arbeit für Krones Vom Azubi zum Werkleiter

50 Jahre Arbeit für ein und denselben Betrieb, verbunden mit einer beispiellosen Karriere: Dafür steht Johann Dirmeier. Vom Dreherlehrling stieg er zum Werkleiter auf.

Johann Dirmeier startete im Alter von 14 Jahren seine Karriere bei Krones. Nach 50 Jahren im Unternehmen geht er in Ruhestand. Hier präsentiert er sich vor einem Bohrwerk, einer Großinvestition unter seiner Ägide. Bild: sir
von Ingrid SchiederProfil

Am 1. August 1967 begann er seine Ausbildung zum Dreher bei Krones Neutraubling und fast auf den Tag genau 50 Jahre später endete sein Arbeitsleben mit einer Abschiedsfeier im Werk Nittenau. Die Worte sprudeln aus Johann Dirmeier nur so heraus, als er von seinem beruflichen Werdegang erzählt. Begeisterungsfähigkeit ist nur eine der charakterlichen Facetten des sympathischen Werkleiters, der nie seine Bodenhaftung verloren hat. "Ich war strebsam, wollte immer schon vorwärts kommen", erinnert sich Dirmeier. Hinzu kam eine große Begeisterung für neue Techniken in der Fertigung. Es waren die Anfänge des "Industrie-3.0-Fiebers" und der Einsatz von NC- und CNC-Maschinen. "Es hat Spaß gemacht, mit den neuen Maschinen umzugehen."

1979/1980 absolvierte der gelernte Dreher an der Abendschule eine Weiterbildung zum Industriemeister Metall an der IHK Regensburg. Seine Begabung zeigte sich beim NC-Programmieren in der Arbeitsvorbereitung. Was folgte, war die Ernennung zum Gruppenleiter für die Fertigungsprogrammierung 1982. Hier war Dirmeier maßgeblich verantwortlich für die Einführung und Umsetzung des neuen Systems "Euro-Apt", einer Programmiersprache für CNC-Maschinen. Sehr viele Investitionen waren nötig, denn das Unternehmen wuchs kontinuierlich.

Zunächst im Tandem

Im Mai 1996 wurde er stellvertretender Leiter der Arbeitsvorbereitung, 2000 Leiter Materialwirtschaft und Produktionsplanung. Diesen Bereich führte er bis 2004 in Neutraubling. Danach kam der Ruf nach Nittenau, wo Dirmeier die Werkleitung des Standortes - anfangs als Tandem zusammen mit Heinz Hildebrand - ab 2009 alleine übertragen wurde. 2010/11 wurde Evoguard als eigenständiger Zweig von Krones gegründet, Ventile zur Steuerung der Medien, die vorher zugekauft wurden, konnten nun selbst hergestellt werden. Ab 2014 wurde er mit der Umsetzung der neuen Organisation bei Krones zum Head of Operations Bottling Technology ernannt. In einer Doppelfunktion führte er das Werk Nittenau und den größten Produktionsbereich, war verantwortlich für 770 Mitarbeiter auf einer Produktionsfläche von über 42 000 Quadratmetern und dem wahrscheinlich "besten Maschinenfundament der Welt für die neue Waldrich Coburg".

"Extrem spannend"

Der Arbeitsjubilar spricht von einer "extrem spannenden Zeit". Und: "Es hat Spaß gemacht". Der Abschied sei nicht einfach, räumt Dirmeier ein. Der Entschluss sei zwei bis drei Jahre gereift. Er wollte keinen Vorruhestand, aber auch nicht die Zeit abwarten, bis es heißt: "Jetzt musst du gehen." Um den Standort Nittenau ist ihm nicht bange.

Seinen Nachfolger Markus Riedlbauer kennt er. Dieser ist seit 2007 bei Krones Neutraubling beschäftigt. Dirmeier möchte jetzt mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Seine große Leidenschaft gehört dem Fliegen, egal ob mit dem Motor- oder Segelflugzeug. Relativ jung ist das Hobby "Motorradfahren auf einer Harley Davidson". Mitarbeiter sagen bei der Abschiedsfeier: "Die Zusammenarbeit war stets sehr gut und sympathisch. Er hat eine offene, ehrliche und vor allem humorvolle Art, für einen Spaß war er immer zu haben."

Ich war strebsam, wollte immer schon vorwärts kommen.Johann Dirmeier
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