Kinder am Schindlerhof in Oed
Einen Tag der Milch gewidmet

Die Mädchen und Buben hatten sehr viel Spaß auf dem Schindlerhof und Oed und zeigten großes Interesse. Bild: exb
Wirtschaft
Nittenau
13.10.2017
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Dass die Milch aus dem Supermarkt kommt, wissen alle Kinder. Aber wie kommt sie dort hin und woher eigentlich? Das und noch einiges mehr konnten 45 Mädchen und Buben des Kindergarten St. Monika aus Nittenau beim Weltschulmilchtag lernen.

Drei Stunden lang führte sie die Kreisbäuerin und Sozialpädagogin Sabine Schindler durch ihren Erlebnis-Bauernhof in Oed. Mit dieser Aktion will das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kindern nicht nur den Wert von Milch als Lebensmittel aufzeigen, sondern generell auf gesunde Ernährung durch regionale Erzeuger hinweisen. Für die fünfjährige Johanna Schindler und ihren jüngeren Bruder Michael sind das Melken oder eine Traktor-Fahrt mit Papa Martin vertrauter Alltag; aber nicht alle ihre Kindergarten-Freunde wissen über die viele Arbeit auf einem Bauernhof Bescheid.

Deshalb konnten sie in Nittenau eine Ernährungspyramide bauen, ihr Müsli selbst zubereiten oder sich an einer Melk-Attrappe versuchen. Beim Hofrundgang durften sie Esel Leo streicheln, außerdem Hasen und Hühner, Katzen und Meerschweinchen füttern. Nebenbei erfuhren die Jüngsten, dass eine Kuh zwar Gras frisst, selbst aber keine Milch trinkt. Im modernen Offenlaufstall auf dem Schindlerhof stehen rund 50 Kühe, die jeden Tag tausend Liter Milch geben; sie wird an die Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld geliefert, die beim Weltschulmilchtag auch für eine zünftige Brotzeit sorgte.

"Ein Kind im Grundschulalter braucht am Tag rund 900 Milligramm Kalzium", erläutert die Kreisbäuerin, eine Menge, die leicht zu schaffen ist: Beispielsweise mit einem Viertelliter Milch, 30 Gramm Käse und einem Becher Joghurt. Auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb leben und arbeiten Martin und Sabine Schindler mit ihren beiden Kindern Johanna und Michel zusammen mit Oma Josefa. In der Zeit von April bis Oktober gibt es für unterschiedliche Gruppen regelmäßige Angebote und Aktionstage auf dem Hof.

"Wir bewirtschaften ihn auf konventionelle Weise und legen in allen Bereichen großen Wert auf das Wohlbefinden unserer Tiere sowie auf einen möglichst schonenden Umgang mit Natur und Umwelt", sagt der Betriebsleiter. Martin hat nach zwölf Jahren Festanstellung und Nebenerwerbslandwirtschaft seinen Erstberuf als Heizungsbauer aufgegeben, um auf dem zweiten Bildungsweg seinen Traumberuf Landwirt professionell zu erlernen.
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