12.12.2017 - 20:00 Uhr
NittenauOberpfalz

Krones: Standorte bleiben

Die Mitarbeiter der Krones AG können im März 85 Betriebsräte neu wählen. Kurz vor dem Ende der vierjährigen Amtszeit schließt der Betriebsrat aber noch zukunftsweisende Vereinbarungen mit dem Vorstand - dabei geht es allen voran um die Beschäftigungs- und Standortsicherung.

Alle fünf deutschen Krones-Standorte bleiben erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut einer Pressemitteilung ausgeschlossen. Das haben Betriebsrat und Vorstand in der neuen Betriebsvereinbarung für die nächsten fünf Jahre vereinbart. Bilder: exb (2)
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Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Werner Schrödl erklärte in einer Pressemitteilung: "Das soziale Leistungsgefüge und die übertariflichen Leistungen kommen nicht von ungefähr." Kein Arbeitgeber biete von selbst Leistungen an. Dass Krones ein sozialer Arbeitgeber sei, liege auch an der "konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat, Vorstand und Mitarbeitern". Außerdem schrieb Schrödl: "Bei allen Themen, die wir diskutieren und vereinbaren, steht die Beschäftigungssicherung immer an oberster Stelle."

Seit 1960 gibt es das Betriebsratsgremium. Die Arbeitnehmervertreter diskutieren durchaus auch heftig mit dem Arbeitgeber. "Am Ende des Tages haben wir uns aber immer die Hand gegeben und in die Augen schauen können", lässt sich Schrödl zitieren. Konfrontation sei nicht zielführend. Ein Betriebsrat müsse auch wirtschaftlich denken, dann könnten Lösungen erreicht und vor allem Arbeitsplätze gesichert werden. Wesentlicher Erfolgsfaktor sei auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Betriebsratsgremien im Gesamtbetriebsrat.

Vereinbarung gilt fünf Jahre

Vor kurzem wurde zwischen Betriebsrat und dem Vorstand der Krones AG eine Neuauflage der 2018 auslaufenden Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungs- und Standortsicherung beschlossen. Am 1. Januar 2018 tritt diese Betriebsvereinbarung in Kraft. Ihre Laufzeit beträgt fünf Jahre. Sie endet somit vereinbarungsgemäß am 31. Dezember 2022. Festgelegt ist in dieser Betriebsvereinbarung, dass alle fünf deutschen Krones-Standorte erhalten bleiben und dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind. "In der heutigen schnelllebigen Zeit ist ein sicherer Arbeitsplatz absolut wichtig", betont Schrödl. Angst um den Arbeitsplatz sei immer ein schlechter Begleiter. Dagegen steigere eine sichere Perspektive die Motivation, und davon profitiere auch der Arbeitgeber.

Krones investiert kräftig in seine deutschen Standorte und in die "Fabrik der Zukunft", darüber hinaus aber auch im Rahmen des Projekts "Global Footprint" in den Ausbau seiner internationalen Präsenz sowie eines Werks in Ungarn. Aus diesem Grund schloss der Betriebsrat im Herbst dieses Jahres mit dem Vorstand der Krones AG den Interessenausgleich "Global Footprint" ab. Vereinbart wurde unter anderem, dass die betroffenen Mitarbeiter einen adäquaten Arbeitsplatz am gleichen Standort bekommen.

Mehr Betriebsräte

Krones-Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk ergänzte: "Der Erfolg des Unternehmens hängt von engagierten und motivierten Mitarbeitern ab. Eine intensive Kommunikation mit den Mitarbeitern und damit deren Vertretung, dem Betriebsrat, ist daher unabdingbar." Der gesamte Betriebsrat der Krones AG besteht derzeit aus 83 Mitgliedern. Wegen der gestiegenen Beschäftigtenzahl, wird sich auch die Zahl der Betriebsratsmitglieder im Jahr 2018 auf 85 Mitglieder erhöhen: in Neutraubling 35, in Rosenheim 15, in Nittenau 13 und in Flensburg und Freising jeweils elf. Probleme, Kandidaten für den Betriebsrat zu gewinnen, gibt es laut der Pressemitteilung nicht.

"Bei allen Themen, die wir diskutieren und vereinbaren, steht die Beschäftigungssicherung immer an oberster Stelle."Werner Schrödl, Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender
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