30.04.2018 - 22:20 Uhr
Oberpfalz

1. FC Nürnberg gewinnt gegen Eintracht Braunschweig mit 2:0 [Aktualisierung] Der Aufstieg zum Greifen nah

Den Deckel auf den Bundesliga-Aufstieg konnte der 1. FC Nürnberg am Montagabend gegen Eintracht Braunschweig freilich nicht draufmachen. Dafür hätte Kiel bekanntlich gegen den FC Ingolstadt Punkte lassen müssen. Doch der 2:0-Sieg gegen die Niedersachsen bringt den Club ein gehöriges Stück weiter auf der Mission Rückkehr in Fußballoberhaus.

Auf Aufstiegskurs: Der 1. FC Nürnberg gewinnt am Montagabend gegen Eintracht Braunschweig und baut damit den Abstand auf Verfolger Kiel auf fünf Zähler aus.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

"Ich kann ohnehin nicht beeinflussen, was auf anderen Plätzen passiert. Wir tun gut daran, uns auf unsere Dinge zu konzentrieren." So lautete die Reaktion von Trainer Michael Köllner, als er den 5:1-Kantersieg von Holstein Kiel gegen den FC Ingolstadt kommentieren sollte. Die Oberbayern spielten am Sonntag den Spielverderber, denn hätten sie den Norddeutschen Punkte geklaut, hätte der Club bei einem Sieg gegen Braunschweig den Bundesliga-Aufstieg klar machen können. Das sind aber auch für Michael Köllner etwas zu viele Konjunktive. Daher galt es, vor allem selbst nicht vor fast ausverkauftem Stadion zu patzen.

Dafür schenkte der Oberpfälzer dem Stammtorhüter Fabian Bredlow nach auskurierter Fingerverletzung wieder das Vertrauen. Wie zu erwarten, ersetzte erneut Lukas Mühl Ewerton in der Innenverteidigung. Tim Leibold hatte seine Gelbsperre abgesessen und war erneut auf der Linksverteidigerposition gesetzt.

Köllner: "Beeindruckende Leistung der Mannschaft"

Das Spiel zwischen Ingolstadt und Kiel habe den Club nicht sonderlich aus der Bahn geworfen, sagte der Trainer. "Wir haben uns nicht beunruhigen lassen." Vielmehr habe die Mannschaft eine beeindruckende Leistung gezeigt. "Von der ersten bis zur letzten Minute." 

Der 1. FC Nürnberg hatte ein paar erste starke Minuten, in denen er auf die Abwehrkette der Braunschweiger Druck machte. Doch die erste nennenswerte Möglichkeit hatten die Löwen, die in Form von Philipp Hofmann, der den Ball auf rechts zu Patrick Schönfeld durchsteckte, gefährlicher vor das Clubgehäuse kamen. Doch Enrico Valentini blockte zur Ecke (4.). Erst als Mikael Ishak den Abschluss (10.) aus rund 20 Metern suchte, waren die Franken mal wieder zu sehen. Der Club wollte schon, aber gefährlich wurde er nicht. Das nächste Lebenszeichen war der Kopfball von Kapitän Hanno Behrens, den der Braunschweiger Keeper über die Latte schob. Die Niedersachsen standen tief, der Club kam nach 25 Minuten immer näher in deren Hälfte.

Petraks Schlenzer bringt die Führung

Noch sollte Kevin Möhwalds strammer Schuss (28.) nicht ins Tor der Löwen, auch die dicken Möglichkeiten von Tobias Werner und Eduard Löwen (30.) gingen nicht ins Netz. Der Club hätte in dieser Phase die 1:0-Führung verdient. Erst Ondrej Petrak fasste sich dann ein Herz und schlenzte den Ball aus etwa 20 Metern mit einem sehenswerten Aufsetzer (44.) kurz vor dem Halbzeitpfiff ins Braunschweiger Tor. "Gut, dass der vor der Pause noch reingerutscht ist", resümierte Köllner. 

Nach der Halbzeit blieb der Club so druckvoll wie zuvor, beziehungsweise nutzten die Franken gleich die erste Möglichkeit, um die Führung auszubauen. Möhwald spielte mit Torwart Jasmin Fejzic Pingpong: Dessen Abpraller vollendete der 24-Jährige gleich selbst (48.). Keine fünf Minuten später hatte dann auch noch Werner die nächste dicke Gelegenheit am Fuß (52.). Der Club drehte jetzt voll auf, von Braunschweig war über weite Strecken nichts zu sehen. In der Manier eines Bundesliga-Aufsteigers brachten die Franken das 2:0 gut über die Zeit. 

Für den 1. FC Nürnberg geht es am Sonntag mit nun fünf Zählern Vorsprung auf Kiel zum SV Sandhausen. Sollte der Club da erneut drei Punkte holen, wäre es vollbracht. Doch für Michael Köllner ist wahrscheinlich auch in diesem Satz ein Konjunktiv zu viel. 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.