27.07.2017 - 17:08 Uhr
Sport

Am Sonntag empfängt der Club den 1. FC Kaiserslautern Kerks schnelles Wiedersehen

Ausgerechnet Kaiserslautern: Wenn am Sonntag der 1. FC Nürnberg in die Zweitligasaison startet, hat es Neuzugang Sebastian Kerk gleich mit ehemaligen Kollegen zu tun. Der 23-Jährige freut sich auf das schnelle Wiedersehen mit den Pfälzern.

"Job erledigt", deutet Sebastian Kerk an. Der Rückkehrer des 1. FC Nürnberg trifft gleich in Spiel eins auf seinen letztjährigen Arbeitgeber 1. FC Kaiserslautern. Bild: dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Nürnberg . Vielleicht sucht Nürnbergs Trainer Michael Köllner noch in diesen Tagen das Gespräch mit seinen zwei Neuzugängen Ewerton und Sebastian Kerk. Die beiden streiften noch bis vor Kurzem das Trikot der Roten Teufel über und dürften die Stärken und Schwächen der Pfälzer wie kaum jemand in der Mannschaft kennen. "Das eine oder andere hat sich aber schon geändert", bremst Kerk die Erwartungen. Mit ehemaligen Kollegen aus der Pfalz hat der 23-Jährige noch etwas Kontakt. "Ich habe eine Wette mit Philipp Mwene laufen", erzählt er. "Der Verlierer muss dem anderen ein Essen ausgeben. Und wir wollen das Trikot tauschen."

Kein wirklicher Neuzugang

Ausgerechnet der 1. FC Kaiserslautern kommt im ersten Saisonspiel zum Club. "Da hat der Fußballgott sicher seine Finger im Spiel gehabt", flachst der Rotschopf. "Aber ich freue mich auf das schnelle Wiedersehen."

Offiziell aufgelistet wird Kerk bei den Franken als Neuzugang. Doch das ist er natürlich nicht wirklich. In der Saison 2015/16 wurde der Mittelfeldspieler vom SC Freiburg bereits nach Nürnberg ausgeliehen. Er wäre gern beim Club geblieben, doch die finanziellen Vorstellungen der beiden Vereine klafften auseinander und so ging es für Kerk erneut als Leihgeschäft nach Kaiserslautern. Doch es war mit nur 19 Einsätzen, einem geschossenen Tor und zwei Vorlagen ein enttäuschendes Gastspiel für den gebürtigen Oberschwaben. Beim Club hingegen wusste man stets um die Vorzüge des flinken Linksfußes im Mittelfeld. "Der Kontakt zu Sebastian Kerk ist nie abgerissen", verkündete Sportvorstand Andreas Bornemann, als Kerk nun endlich fest nach Franken kam.

Für den 23-Jährigen war es ein Heimkommen, als er vor einigen Tagen an den Valznerweiher zurückkehrte. "Ich habe jede Menge Freunde hier", sagt er. Das Ankommen fiel ihm leicht, eine große Anlaufzeit brauchte er nicht. "Ich habe mich riesig gefreut, die Kollegen wiederzusehen. Mit Tim Leibold verstehe ich mich gut. Bei ihm schlafe ich derzeit, weil ich noch kein Zuhause habe." Dann beginnt Kerk zu nennen, wer noch auf seiner Freundesliste steht: Möhwald, Teuchert. "Ach, eigentlich könnte ich noch viel mehr Namen aus der Mannschaft aufzählen ..."

Testspiele machen Mut

Die Stimmung unter den Spielern so kurz vor dem Ligastart scheint prächtig. Beigetragen haben dazu sicherlich das Trainingslager, das der Club in Natz (Südtirol) absolvierte, und die gewonnenen Trainingsspiele gegen hochklassige Mannschaften wie Inter Mailand und Borussia Mönchengladbach. "Wir haben im Trainingslager viel gearbeitet, wenig Freizeit gehabt und viel Schweiß verbrannt. Ich bin froh, dass es nun endlich losgeht und wir den Fans zeigen können, dass wir voll da sind."

In den beiden Tests siegten die Franken mit 2:1 und zeigten, wohin die Reise in spielerischer und taktischer Hinsicht gehen könnte. "Wir wissen die Ergebnisse aber schon richtig einzuschätzen", dämpft Kerk die Euphorie. "Beide Mannschaften waren noch nicht so weit wie wir und hatten schwere Beine aus der Vorbereitung." Der Ligaalltag sei schon etwas anderes.

Wichtiger für Kerk ist es, den Fokus auf die Partie gegen Kaiserslautern zu legen: In der Vorbereitung sind die Franken mit Mailand und Gladbach auf Teams getroffen, die tendenziell offensiv ausgerichtet sind. Bei den Pfälzern wird das sicherlich anders sein.

Ich bin froh, dass es nun endlich losgehtSebastian Kerk
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