1. FC Nürnberg dreht in drei Minuten Heimspiel gegen Heidenheim
Wieder auf Kurs

Endlich wieder drei Punkte nach zuletzt fünf sieglosen Partien: Der Trainer des 1. FC Nürnberg, Michael Köllner, kann sich freuen. Bild: Karmann/dpa
Sport
Nürnberg
07.04.2018
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Ein solches Spiel hat auch der Trainer des 1. FC Nürnberg, Michael Köllner, noch nicht erlebt: Innerhalb von nur drei Minuten haben die Franken das Heimspiel gegen den FC Heidenheim gedreht. Maßgeblich zu der imposanten Partie, hat der wiedergenesene Torjäger Mikael Ishak beigetragen.

Das 3:2 des Club gegen Heidenheim wird sicherlich in den sportlichen Jahresrückblicken zu sehen sein. Und das nicht, weil die Franken ihre kleine Krise von fünf sieglosen Partien im Aufstiegsendspurt beendet haben oder der Rückstand auf Platz 1 nur noch drei Punkte beträgt. Nein: Selbst fränkische Fans und Köllner zollten der famosen Bogenlampe von dem eigentlich verletzten Heidenheimer John Verhoek (28.) Respekt: "Das ist ein Traumtor. So etwas gelingt vielleicht einmal im Leben." Doch der Club erwiderte überraschend eiskalt mit dem Ausgleich von FCN-Kapitän Hanno Behrens gerade einmal zwei Minuten später. "Die Mannschaft hat sich geschüttelt. Manchmal brauchen wir vielleicht eine solche Initialzündung, damit wir volle Pulle geben", mutmaßte der Oberpfälzer.

Generell zeigte sich der Club im ersten Durchgang von einer ganz anderen Seite, als in den vergangenen Wochen. Das lag vor allem an dem robusten Stürmertyp Ishak, der der Offensive wieder mehr Belebung verschaffte. "Seit zwei Tagen habe ich mich mit dem Gedanken herumgetragen, Mikael von Anfang an zu bringen." Die Knieverletzung des Schweden ist genesen und schon sprühte der Club vor Selbstbewusstsein und Ideen. Einen Nachmittag mit zwei Torvorlagen für die Kollegen Eduard Löwen (31.) und Marvin Stefaniak (38.) hätte nur noch ein eigenes Tor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit getoppt.

Den nicht gemacht zu haben, "ärgert mich ein bisschen", sagte der 25-Jährige. Nach sieben Wochen Verletzungspause sei er natürlich noch nicht wieder in Topform. "Umso zufriedener bin ich, eine Halbzeit etwas für die Mannschaft getan zu haben."

Ishaks Anwesenheit auf dem Platz habe Selbstvertrauen gebenen, sagte Behrens. "Der Kopf spielt im Fußball eine Riesenrolle." Mit der 3:1-Führung in die Kabine zu gehen sei ein befreiendes Gefühl nach den vergangenen Wochen gewesen. "Ishak ist ein wichtiger Impuls für die Mannschaft und gibt ihr Sicherheit", sagte auch Köllner.

Was passiert, wenn der Impulsgeber in der Kabine bleibt, bekamen die Clubfans nach der Pause zu sehen. "Der Anschlusstreffer war völlig überflüssig", so Behrens. Am Ende musste der Club gehörig zittern, den Sieg sicher nach Hause zu bringen. "Das kann man cleverer runterspielen", bemängelte der Kapitän.
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