23.01.2018 - 23:26 Uhr
Sport

2:2 zum Auftakt Jahn ärgert den Club

Dämpfer für die Nürnberger Aufstiegshoffnungen: Gegen den SSV Jahn Regensburg reicht es im fränkisch-oberpfälzischen Zweitliga-Derby nur zu einem 2:2.

Der Nürnberger Ewerton Jose (links) versucht Jann George zu blocken. Der Club und der SSV Jahn trennten sich 2:2. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Von Stephanie Wilcke und Fabian Leeb

Während sich der SSV Jahn Regensburg im ersten Spiel des Jahres über einen unerwarteten Auswärtspunkt freute, haderte der 1. FC Nürnberg nach dem 2:2 (1:2) am Dienstagabend mit einem missglückten Start in die Rest-Serie. 26 231 Zuschauer sahen vor allem im ersten Durchgang ein rassiges und äußerst ansehnliches bayerisches Derby. Marc Lais (6.) und Marco Grüttner (28.) brachten den Aufsteiger aus der Oberpfalz zwei Mal in Führung. Club-Kapitän Hanno Behrens (10.) und Edgar Salli (49.) verhinderten mit ihren Treffern einen kompletten Fehlstart für das Team von Michael Köllner.

"Es war so schwer wie wir es erwartet haben", sagte Behrens. "Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, kein Gegentor zu kassieren. Dass wir aber zweimal so zurückkommen ist gut. Am Ende geht das Unentschieden in Ordnung." Trainer Michael Köllner war auf der Pressekonferenz bedient: "Das war nervlich eine heikle Nummer. Den Sieg hatten wir einfach nicht verdient." Jahn-Coach Achim Beierlorzer war natürlich zufrieden: "Wir wollten genau so spielen und nehmen den Punkt natürlich gerne mit."

Die Partie begann für die Franken äußerst suboptimal: Die erste Möglichkeit des Jahn landete gleich im Tor: Marc Lais schloss aus etwa 20 Metern sehenswert ins linke Toreck ab (6.). Der Club war kurz irritiert, doch dann gleich wieder da: Als die Franken zum ersten Mal wirklich in die Richtung des Oberpfälzer Tores kamen, wurde es gleich brandgefährlich: Dem Jahn gelang es nicht, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu bugsieren. Das Leder prallte von SSV-Torwart Philipp Pentke unglücklich ab. Der Kapitän der Franken, Hanno Behrens, stand goldrichtig und schob zum schnellen Ausgleich ein (10.).

Der Jahn blieb dran und zeigte sich genau so bissig und zweikampfstark, wie es Köllner befürchtet hatte. Beide Mannschaften waren auf schnelles Kombinationsspiel aus. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein Tor fiel. Nur auf welcher Seite? Es waren die Oberpfälzer, die sich cleverer anstellten. Eine Flanke von Albion Vrenezi kam punktgenau auf Marco Grüttner, der zum 2:1 einnickte (28.). Die fränkische Abwehr stellte sich in dieser Situation nicht gut an.

Und der 1. FC Nürnberg? Der hatte erst einmal keine Antwort parat. Mehr noch: Fabian Bredlow rettete in höchster Not den Flachschuss von Vrenezi (43). Regensburg ging mit einer verdienten Führung in die Pause.

Köllners Halbzeitansprache fruchtete umgehend: Unmittelbar nach Wiederbeginn veredelte Salli eine brillante Vorarbeit von Kevin Möhwald zum schnellen abermaligen Ausgleich (49.). In der Folge gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen: Der Club wirkte konzentrierter, allerdings ohne große, offensive Durchschlagskraft. Der Jahn konterte nicht mehr ganz so überfallartig wie noch im ersten Abschnitt, durfte aber für sich beanspruchen, mit einem Aufstiegsaspiranten auf Augenhöhe zu agieren. Letztendlich blieb es beim gerechten Remis.

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