07.05.2018 - 20:12 Uhr
Oberpfalz

Aufstiegstrainer Michael Köllner im Interview Nach der Sause ins Büro

Am Sonntag die Aufstiegshelden, am Montag dann die Beach Boys: Am trendigen Nürnberger Stadtstrand ließen die Club-Helden die ersten Feierlichkeiten ausklingen.

Aufstiegstrainer Michael Köllner (mit erhobenen Armen) gibt den Takt vor: Am Vereinsgelände wurden die Nürnberger Spieler am späten Sonntagabend von etwa 10 000 Fans gefeiert. Bild: bmr
von Josef Maier Kontakt Profil

Der Boss war natürlich auch dabei. Trainer Michael Köllner war schon am Mittag wieder auf dem Vereinsgelände. Nach kurzer Nacht gab er den Oberpfalz-Medien einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Wie lange ging es denn mit den Feierlichkeiten?

Um halb fünf Uhr kam ich nach Hause. Um acht Uhr hatte ich schon wieder ein Radio-Interview. Dann habe ich mit meiner Frau gemütlich gefrühstückt. Und dann bin ich schon wieder zum Club gefahren. Es gibt ja noch einiges im Nachwuchsleistungszentrum zu tun.

Was gab's an Getränken?

Erst ein paar Bierchen. Zu späterer Stunde dann Wodka Sour.

Hatten Sie mit so einem Empfang der Mannschaft gerechnet?

Nein, das war gigantisch. Wir haben eineinviertel Stunden mit den Fans am Vereinsgelände gefeiert und sind anschließend mit der Mannschaft im kleinen Kreis in eine Nürnberger Bar weitergezogen.

Mit ein paar Stunden Abstand: Können Sie alles schon genießen?

So richtig genieße ich das sicherlich im Urlaub in ein paar Wochen.

Was schoss Ihnen beim Schlusspfiff in Sandhausen als erstes durch den Kopf?

Das war relativ undramatisch. Man dankt Gott dafür, dass man das erleben darf. Und dass das alles so ausgegangen ist.

Waren Sie eigentlich immer vom Aufstieg überzeugt?

Erwarten kann man das nicht. Erwartet hatten wir das in zwei Jahren. Wir wollten in dieser Saison vorne reinkommen. Im Mai, nach meinen ersten drei Monaten im Profi-Bereich, wusste ich, wenn wir im Kader etwas verändern können, ein paar Spieler abgeben, ein paar holen können, dann können wir das schaffen. Davon war ich im Sommer überzeugt.

Auch die Tiefs wurden gemeistert?

Natürlich gibt es immer Unabwägbarkeiten. Zunächst war da die Verletzung von Kerk, dann die Unruhe um Sabiri. Dann die Unruhe um Teuchert - geht er, geht er nicht? Und dann kam noch Ishaks Verletzung.

Es ist Ihre Mannschaft ...

Ja. Und das größte Kompliment und Dankeschön geht auch an diese Mannschaft.

Inwiefern ...

Sie hat alles angenommen, was ich haben wollte. Das habe ich ihr gleich nach dem Spiel gesagt. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass sich gestandene Profis einem No-Name-Trainer aus dem Jugendbereich so anvertrauen. Da nehme ich beispielsweise Miso Brecko, er hat zig Bundesligaspiele, 100 Länderspiele, eine große Karriere. Sie haben alle meine Art, Fußball zu spielen, angenommen.

Schon Glückwünsche abgearbeitet.

Ich habe etwa 300 Nachrichten und 50 E-Mails, das dauert, bis ich die abgearbeitet habe. Alle freuen sich. Wir haben auch ein bisschen das Lebensgefühl der Leute gesteigert.

Wann hat die Mama gratuliert?

Sie hat mich am Montagmorgen angerufen. Gestern in Sandhausen ging das nicht. Da war alles lahmgelegt. Der Fuchsmühler Bürgermeister hat mir geschrieben, der Pfarrer auch. Alle nehmen Anteil daran und verfolgen das.

Noch einmal zurück zum Genießen: Wohin gehts im Urlaub?

Gebucht haben meine Frau und ich noch nicht. Aber wir wissen schon, was wir machen. Wir fliegen nach Jerusalem. Dann gehts auch nach Nazareth und Bethlehem. Ein Urlaub auf den Spuren Jesu. Das wollten wir schon immer mal machen.

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