Beim 1. FC Nürnberg versucht man nach dem 1:0-Sieg gegen Regensburg die Euphorie zu bremsen
Belohnung für die Mannschaft

Die Fans des 1. FC Nürnberg dürften mit ihrem Club derzeit mehr als zufrieden sein. Foto: Armin Weigel/dpa
Sport
Nürnberg
07.08.2017
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Es ist bisher eine makellose Bilanz für den 1. FC Nürnberg: Sechs Punkte aus zwei Spielen und kein Gegentor. Der Club bleibt weit oben in der Tabelle. Der Erfolg fußt auf dem Zusammenhalt der Mannschaft, erklärt Clubtrainer Michael Köllner. Er sieht daher keine Gefahr, dass noch Spieler abwandern könnten. Beim Jahn hofft man indes, das Glück in den kommenden Partien zu erzwingen.

Regensburg/Nürnberg . Was wäre es schön, wenn der 1. FC Nürnberg auch am Ende der Saison so weit oben in der Tabelle stünde. Das haben sich wohl viele Clubfans am Montagmorgen beim Blick auf die Tabelle gedacht. Nürnbergs Trainer Michael Köllner interessiert sich nach eigenen Angaben jedoch gar nicht nach dem 1:0-Auswärtssieg des Club in Regensburg für die Momentaufnahme. "Aber es freut mich für die Mannschaft, dass sie sich für das, was sie tut, belohnt. Ich bin froh, dass die Tabelle noch einmal einen positiven Kick gibt." Vor allem, dass der Club bisher kein Gegentor kassiert hat, erklärt sich Köllner mit der stabilen Abwehrarbeit der Franken. "Das ist ein Kompliment an die Defensive und an den Torwart", lobt er.

Euphorie einbremsen

Trotzdem: Das Spiel gegen Regensburg war eine Partie auf "Messers Schneide", wie es Jahn-Trainer Achim Beierlorzer formulierte. Auch die Oberpfälzer hätten die Möglichkeit gehabt, als Sieger vom Platz zu gehen. Daher wissen die Franken die rund um Nürnberg entstehende Euphorie zu bremsen. "Der Blick auf die Tabelle gibt ein schönes Gefühl. Bisher sind es aber nur zwei Spiele - da kann es schnell in die andere Richtung gehen", sagt Kapitän Hanno Behrens.

Läuferisch musste der Club viel Aufwand betreiben, um die drei Punkte aus der Oberpfalz mitzunehmen. "Der Plan ist, diese Spielweise 90 Minuten durchzuhalten", erklärt Torschütze Kevin Möhwald. Dass das gegen Regensburg nicht ganz geklappt hat, registriert auch er. "Dass wir noch viel zu verbessern haben, wissen wir. Dafür haben wir einen Trainer, der uns unter der Woche darauf hinweist."

Das Kapital des Club liegt laut Köllner im "riesigen Teamgeist, den die Bombenmannschaft im Charakter" hat. Daher erklärt der Fuchsmühler im Brustton der Überzeugung: "Da geht keiner mehr."

Andere Vereine interessiert

Das schließe auch Kevin Möhwald ein, der sich durch seine Leistungen für andere Vereine interessant gemacht hat. "Ich habe immer betont, dass es mir in Nürnberg viel Spaß macht", erklärt der 24-Jährige. "Trotzdem ist es eine schwierige Entscheidung, die ich für mich treffen werde." Am Ende liege das Heft des Handelns aber in den Händen des 1. FC Nürnberg, sagt Köllner. "Ich glaube nicht, dass der Verein in der Bredouille ist, Transfererlöse zu tätigen. Alle Spieler machten auf ihn den Eindruck, dass sie beim Club rundum zufrieden seien.

Für Nachwuchstalent Abdelhamid Sabiri dürfte das im Moment allerdings nicht zutreffen. Den 20-jährigen Deutsch-Marokkaner zieht es nach England. Bei ihm hofft Köllner jedoch, dass er seinen laufenden Vertrag beim Club erfüllt www.onetz.de/1772028 . Die Regensburger wollen indes noch einen oder zwei Spieler sicher holen, wie deren Trainer Beierlorzer erklärte. Die Defensive steht trotz der beiden Auftaktniederlagen weitgehend. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung", lobt der gebürtige Erlanger. Doch offensiv ist die Mannschaft noch zu harmlos. "Wir müssen noch mehr fordern und konzentrierter in die Abschlüsse gehen. Dann wird beim nächsten Mal der Ball vielleicht nicht geblockt, sondern rutscht irgendwie ins Tor."
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