28.02.2018 - 18:30 Uhr

Club-Kapitän Hanno Behrens ist heiß aufs Franken-Derby Kein Mitleid vom Kapitän

Es ist das Spiel der Spiele in Franken: Zum 264. Mal trifft am Samstag der Club auf Greuther Fürth. Die Favoritenrolle liegt klar beim Tabellenführer aus Nürnberg. Doch Kapitän Hanno Behrens weiß: In diesem Derby herrschen ganz eigene Regeln.

Bleibt er auch im Derby beim Elfmeter so cool wie gegen den MSV Duisburg? Hanno Behrens versuchte am Mittwoch, etwas Brisanz aus der Partie am Samstag gegen Greuther Fürth zu nehmen. Nichtsdestotrotz weiß der Club-Kapitän: "Das Derby hat eigene Gesetze". Bild: Nicolas Armer/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

In dieser Woche trainiert man beim 1. FC Nürnberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit. FCN-Kapitän Hanno Behrens erklärt geheimnisvoll, dass sich Trainer Michael Köllner auch taktisch etwas Neues für das Franken-Derby hat einfallen lassen. Man achtet darauf, dass der nur 15 Kilometer entfernte Gegner ja nichts mitbekommt. "Grundsätzlich geht es nur um drei Punkte", versucht der 27-jährige Behrens den Ball flach zu halten. Aber er weiß auch: "Für die Fans ist das ein besonderes Spiel. Da muss ich keinen aus der Mannschaft drauf aufmerksam machen." Und der Club wolle freilich dort in der Tabelle bleiben, wo er gerade steht: an der Spitze. "Das ist ein Spiel, in dem es immer etwas heißer zugeht und von den Rängen noch mehr Emotionen rüberkommen."

Einer, der diese Emotionen von der Tribüne als gebürtiger Nürnberger noch aus Kindheitstagen kennt, ist Teamkollege Enrico Valentini. Dummerweise kassierte der aber gegen den VfL Bochum die fünfte Gelbe Karte. "Er war nach dem Spiel sehr traurig, dass er das Derby wegen der Sperre verpasst", sagt Behrens. "Es bringt aber nichts, rumzuheulen." Valentini habe angekündigt, sich das Derby in der Nordkurve anzusehen. "Das ist ein Signal an die Fans, Vollgas zu geben." Eine Art Trostpflaster für das verpasste Derby vom Kapitän hat Valentini übrigens noch nicht eingefordert. "Bisher musste ich ihm noch nichts versprechen. Nicht einmal ein Tor. Vielleicht kommt das aber noch," sagt Behrens lächelnd.

Angst, dass es für Valentini in der Kurve ungemütlich werden könnte, weil die Kollegen am Rasen nicht ordentlich spielen, hat der Rechtsfuß nicht. "Da muss er sich sicher nichts anhören", sagt der Blondschopf selbstbewusst. "Solche Gedanken haben wir gar nicht. Er wird sicher großen Spaß dort haben."

Der Club arbeitet daran, dass die Serie von zuletzt elf ungeschlagenen Partien weitergeht. "Mit der Favoritenrolle in dem Spiel als Tabellenführer kommen wir klar. Aber auch ich weiß, dass ein Franken-Derby eigene Regeln hat. Wir wollen weiter punkten. Egal, wo der Nachbar aus Fürth in der Tabelle steht." Falls es mit dem Dreier am Samstag klappen sollte, gibt es vielleicht auch wieder eine spontane Feier, wie schon nach dem 3:1-Hinspiel-Erfolg. "Geplant ist nichts. Wenn etwas zusammengeht, darf Enrico natürlich mit", sagt der Kapitän mit dem bekannt spitzbübischen Grinsen. "Da ist er ja nicht gelbgesperrt."

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