03.05.2018 - 22:42 Uhr
Oberpfalz

Club-Profi Patrick Erras über schlimme Befürchtungen und das ein oder andere Bierchen Wieder das Knie: Das "Glück" des Pechvogels

In den ersten Momenten wird das Schlimmste befürchtet. Nein, nicht schon wieder. Die lange Leidenszeit nach der ersten Verletzung ist immer noch präsent. Club-Profi Patrick Erras hat's wieder erwischt. Doch dieses Mal ist "nur" ein Teil des Knies kaputt.

von Josef Maier Kontakt Profil

Es ist total ungewöhnlich, dass bei einer schweren Sportverletzung ab und an der Begriff "Gott sei Dank" fällt. In diesem Fall war es oft so. Nach seinem Kreuzbandriss im März 2016 brauchte der Raigeringer Patrick Erras mehr als ein Jahr, um wieder richtig auf die Beine zu kommen. Mittlerweile hatte sich der 23-Jährige beim 1. FC Nürnberg wieder in die Stammelf zurückgekämpft, ehe er sich am Montag vergangener Woche beim 3:1-Sieg im Zweitliga-Spitzenspiel bei Holstein Kiel erneut schwerer verletzte und acht Wochen ausfällt. Doch alle sind froh, dass es nicht schlimmer ist.

Im Interview mit den Oberpfalz-Medien spricht der Oberpfälzer über seine ersten schlimmen Befürchtungen, seinen Plan zur Rückkehr und über das ein oder andere Bierchen bei einer möglichen Aufstiegsfeier.

Dieser Zweikampf in Kiel sah gar nicht so schlimm aus. Wie kam es zur Verletzung?

Erras: Die Situation ging ganz schnell. Es war eigentlich ein ganz normaler Zweikampf. Nur ist mir mein Gegenspieler unglücklich aufs Knie gefallen. Zunächst hatte ich schon Angst, dass mehr kaputt ist, aber jetzt bin ich froh, dass es "nur" das Innenband ist.

Durch Ihre damalige Verletzung werden Sie wohl selbst ein bisschen gespürt haben, was los ist.

Unser Mannschaftsarzt hat mich gleich untersucht und Tests gemacht. Ich war mir dann relativ schnell sicher, dass es kein Kreuzbandriss sein kann. Das wurde am nächsten Tag durchs MRT auch so bestätigt.

Die Verletzung wird konservativ behandelt. Läuft die Reha schon?

Ja, ich habe schon mit der Physiotherapie begonnen. Jetzt bleibe ich noch zwei Wochen hier in Nürnberg, dann gehe ich drei Wochen zu Klaus Eder nach Donaustauf.

Haben Sie schon ein bisschen Angst vor der eintönigen Reha?

Nein, überhaupt nicht. Ich kenne das ja. Es sind ja nur acht Wochen. Beim Kreuzbandriss waren das einige Monate, das ist viel zermürbender.

Aber während Ihre Kollegen in der Pause am Strand liegen, müssen Sie durchschuften ...

Zum Glück nicht. Ich habe zwischendurch auch mal eine Woche Urlaub und der ist auch schon genehmigt. Das ist auch wichtig, um mal durchschnaufen zu können.

Klappt das wirklich, dass Sie bis zum Trainingsauftakt fit sind?

Wir werden Anfang Juli mit dem Training anfangen. Es ist realistisch, dass ich dann dabei bin.

Sie sind ein fairer Sportsmann. Gegen Braunschweig machte ausgerechnet Ihr derzeitiger Vertreter Ondrej Petrak das 1:0 ...

Für Ondrej freut es mich richtig, er hat sich immer super verhalten. Er ist auch in der Kabine ein Super-Typ. Das Tor hat er sich verdient.

Durch den Sieg gegen die Eintracht ist der Club eigentlich durch, oder?

Relativ sicher ist nicht ganz sicher. Aber wir wollen das jetzt so schnell wie möglich perfekt machen.

Sie sind ja jetzt in medizinischer Behandlung. Dürften Sie da eigentlich auf den Aufstieg anstoßen?

Ich denke doch, dass ich etwas trinken kann, aber es würde sich sicher in Grenzen halten

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