06.11.2017 - 23:10 Uhr
Sport

Club unterliegt gegen FC Ingolstadt mit 1:2 Elfmeter entscheidet das Derby

Ein Elfmeter hat das fränkisch-bayerische Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Ingolstadt entschieden: Dario Lezcano verwandelte einen lässig geschossenen Strafstoß zum 2:1.

Der 1. FC Nürnberg unterlag am Montagabend dem FC Ingolstadt mit 1:2. Hier kämpfen der Nürnberger Hanno Behrens (rechts) und der Ingolstädter Max Christiansen um den Ball. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Es ist es ein fränkisch-bayerisches Kräftemessen, bei dem die Vereine nur etwa 90 Kilometer auseinanderliegen. Als ein richtig emotionsgeladenes Derby wollte es der Nürnberger Trainer Michael Köllner aber vor der Partie nicht bezeichnen. Am Ende wurde es wegen eines Elfmeters, den FCN-Torwart Thorsten Kirschbaum verschuldet hatte, doch noch recht hitzig.

"Von vorne bis hinten war das heute gar nichts", urteilte ein sichtlich geknirschter und kritischer Torschütze Kevin Möhwald. "Wir haben uns eingeigelt. Das war sicherlich nicht unser Plan." Man sei zu passiv gewesen - gerade zu Hause gehe das nicht. "Da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen."

Eine Sternstunde ihrer Mannschaft bekamen die Clubfans zu Beginn der ersten Halbzeit nicht zu sehen. Auf dem Platz wurde deutlich, warum die Schanzer seit dem Trainerwechsel von Maik Walpurgis zum ehemaligen Nürnberger Stefan Leitl so ordentlich Zähler sammelten: schnelle Kombinationen durchs Mittelfeld und große Laufbereitschaft. Zunächst lag der Vorteil bei den Oberbayern. Der Club bemühte sich, doch die Schanzer waren effizienter: Ausgerechnet der Ex-Nürnberger Stefan Kutschke, der sich in Franken nie so richtig wohlfühlen konnte, besorgte für seinen neuen Verein die 1:0-Führung. Das Zuspiel von Thomas Pledl kam passgenau an, Kutschke brauchte nur noch einzuschieben (14.).

Ausgleich durch Möhwald

Und wie reagierte Nürnberg? Wie schon in den vergangenen Spielen des Club: Auch im Fall des Rückstands, bleibt Köllners Truppe ihrem Konzept treu. Doch Enrico Valentinis Schuss landete am Außennetz der Schanzer (20.). Bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen, dachte sich der Club und wartete ab. Dann machte sich Youngster Cedric Teuchert auf den Weg und setzte sich im Zentrum durch. Der Oberfranke sah Kevin Möhwald auf der rechten Seite - der drückte das Leder schließlich aus etwa 15 Metern unter die Latte (36.). "Mit dem Ausgleich kamen wir wieder gut zurück in die Partie", sagte Trainer Köllner. Mit dem Tor habe sich die Mannschaft für eine druckvolle Leistung belohnt.

Nach der Pause fehlten beiden Teams lange Zeit aber offensiv die Ideen, denn vor den Toren tat sich nichts. Nach rund einer Stunde sah es so aus, als ob die zwei Mannschaften mit jeweils einem Zähler leben könnten. Wenn sich noch etwas tun sollte, dann über eine Einzelaktion: Doch auch Tim Leibolds Flanke von der linken Seite war kein Problem für den Schanzer Torwart Orjan Nyland (73.). Schließlich hatte Mikael Ishak die Führung auf dem Fuß. Doch Nyland rettete in höchster Not (80).

Die Antwort der inzwischen aufgewachten Ingolstädter kam postwendend: FCN-Keeper Kirschbaum grätschte Lezcano im Strafraum um. Schiedsrichter Felix Zwayer zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Der Paraguayer verzögerte und traf (81.). "Tore fallen aus Fehlern", urteilte Köllner. "Dass es aber so ein krasser ist, ist besonders bitter." Danach sei es schwer gewesen, eine Torchance zu erspielen. "Da müssen wir nun als Mannschaft durch."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.