Club unterliegt St. Pauli mit 0:1 [Aktualisierung]
Nicht belohnt

Nürnbergs Lucas Hufnagel (rechts) kam früh für den verletzten Kevin Möhwald in die Partie. Hier behauptet er den Ball vor St. Paulis Maurice Litka. Bild: Daniel Karmann/dpa
Sport
Nürnberg
12.09.2017
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Nürnbergs Lucas Hufnagel (links) kam früh für den verletzten Kevin Möhwald in die Partie. In dieser Szene entwischt ihm St. Paulis Maurice Litka. Bild: Daniel Karmann/dpa

Unglückliche Niederlage: Der 1. FC Nürnberg unterliegt am Montagabend St. Pauli mit 0:1. Der Club nutzt eine Vielzahl an Torchancen nicht und steht nun auf Platz 10 der 2. Liga.

Als "maximal unglücklich", hat nach dem Spiel ein sichtlich geknickter Clubkapitän Hanno Behrens dieses Spiel bezeichnet. "Es war ein sehr gutes Spiel von uns, wir haben vieles richtig gemacht und waren klar überlegen", sagte er. Doch am Ende der Partie stand ein 0:1 für kaltschnäuzige Hamburger.

FCN-Trainer Michael Köllner nutzte die Länderspielpause, um "ein paar Dinge nachzujustieren", wie er es nannte. Konkret wechselte er vom 4-1-4-1 zu einem 3-4-3-System. Der Oberpfälzer gab zudem den beiden Neuzugängen Ewerton und Tobias Werner die Chance, sich in der Startelf zu beweisen. Für die Anfangsformation reichte es bei Patrick Erras hingegen nicht.

Möhwald verletzt

Zwar machten zu Beginn der Partie die Gäste aus Hamburg mehr Druck: Waldemar Sobota prüfte FCN-Torwart Thorsten Kirschbaum aus der Distanz (13.). Doch dann wachte der Club auf. Valentinis Flanke verpasste knapp Edgar Salli (16.). Gerade als die Franken etwas mehr Zugriff auf die Partie bekamen, musste Köllner den verletzten Kevin Möhwald vom Platz nehmen. Für ihn kam Lucas Hufnagel aufs Feld (30.). Ein Schock für die Franken? Überhaupt nicht, denn der Club blieb dran. Doch belohnen konnte sich der 1. FC Nürnberg nicht. Aus wenigen Metern schaffte es Valentini nicht, das Leder in das Hamburger Tor zu schieben (33.). Auch die Möglichkeit nicht einmal eine Minute später nutzten die Franken nicht. Tim Leibold im Doppelpass mit Hufnagel zwangen Paulis-Torwart Robin Himmelmann zu einer Glanzparade. Vom Fuß des Gästekeepers flog der Ball in die Luft und touchierte die Latte. Der Club presste, Pauli stand unter Druck. Doch das Tor für die Nürnberger wollte nicht gelingen. Die Führung wäre verdient gewesen.

Der Club startete in die zweite Halbzeit, wie er aufgehört hatte: Die verunglückte Flanke von Valentini erreichte Mitspieler Margreitter, der das Leder an die Latte donnerte. Der Ball prallte zurück, doch auch Werner traf im Nachschuss nur den Querbalken (49.). "Spätestens da hätten wir in Führung gehen müssen", sagte Neuzugang Werner und haderte mit der Chancenverwertung der Franken. Die Nachlässigkeit sollte sich rächen.

Wie aus dem Nichts die Führung für die Gäste - ein Schlag ins Gesicht für die Franken, schließlich hatten sie sich so sehr bemüht: Der Club leitete das Gegentor auch noch ein, als Margreitter den Abstoß der Hamburger unglücklich verlängerte. Sobota nahm das Geschenk für Pauli dankend an (63.).

Köllner reagierte und brachte Cedric Teuchert für Salli (73.). Der Club versuchte sich immer wieder nach vorne zu kombinieren. Selbst ein Durcheinander im Pauli-Strafraum nutzte der Club nicht (76.). "Pauli hat gut verteidigt und das kaltschnäuzig zu Ende gespielt", sagte Werner. "Für die Mannschaft tut es mir endlos leid", erklärte Köllner. "Uns fehlte einfach das Quäntchen Glück. Da müssen wir heute Nacht durch. Morgen gehen die Köpfe hoffentlich wieder nach oben." Spätestens am Samstag sollte der Kopf nicht mehr hängen, da geht es nämlich für den Club nach Duisburg.
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