04.05.2018 - 22:10 Uhr
Oberpfalz

Der Club vor dem Aufstiegsspiel in Sandhausen Eine 220 Kilometer lange Triumph-Fahrt?

Etwa 220 Kilometer sind es von Nürnberg nach Sandhausen. Meist geht es eintönig entlang der Autobahn A6. Dass die Rückfahrt aus dem Städtchen unweit von Heidelberg ins Frankenland eine feucht-fröhliche wird, darauf hoffen alle beim Club. Etwa 8000 Fans begleiten den Tabellenzweiten der zweiten Liga am Sonntag (15.30 Uhr) wohl zum letzten Auswärtsspiel, bei dem der Altmeister mit einem Sieg die Rückkehr in die erste Liga klarmachen kann. "Wir können in diesem Spiel den Deckel draufmachen, das beflügelt natürlich die Mannschaft", sagte Trainer Michael Köllner am Freitag ganz entspannt in der Pressekonferenz. Das Selbstvertrauen beim Club ist nach den beiden letzten starken Vorstellungen gegen Kiel und Braunschweig groß. "Nervlichen Druck oder nervliche Belastung gibt es nicht", meinte Köllner. Allerdings forderte er: "Wir brauchen eine bockstarke Leistung gegen Sandhausen."

Die Nürnberger Fans bejubelten zuletzt einen starken 2:0-Sieg gegen Braunschweig. Bis zu 8000 Anhänger könnten den Aufstiegsanwärter nach Sandhausen begleiten. Bild: Nicolas Armer/dpa
von Josef Maier Kontakt Profil

Ein Sieg und der Club ist oben. Auch bei einem Unentschieden oder einer Niederlage in Sandhausen könnte der FCN aufsteigen, sollte Holstein Kiel zur gleichen Zeit beim Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf nicht gewinnen. Dieser Spielverlauf interessiere ihn aber wenig, sagte der Club-Coach: "Ich werde jetzt keinen an die Bank hinstellen, der mir ständig das Ergebnis durchgibt."

Mit dem SV Sandhausen, der den Klassenerhalt noch nicht sicher hat, erwartet er einen hartnäckigen Gegner. "Es wird schwierig genug. Sandhausen hat die wenigsten Gegentreffer in der zweiten Liga kassiert." Für die Abwehr hätte Köllner mit dem zuletzt verletzten Ewerton wieder eine Alternative. Der Brasilianer - wenn fit, eigentlich gesetzt - dürfte aber zunächst auf der Bank Platz nehmen. Zuletzt gegen Braunschweig hob der Trainer vor allem die Innenverteidigerleistung von Lukas Mühl heraus.

Bis zu 8000 Fans könnten den Club ins Badische begleiten und so das Spiel zum Heimspiel machen. Das Hartwald-Stadion fasst nur gut 15000 Zuschauer. Und ist auch ein gutes Pflaster für den 1. FC Nürnberg: Vor genau einem Jahr gewann der Club beim SVS mit 1:0 - und sicherte sich den Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga. "Allein das zeigt schon, welche Entwicklung wir in diesem Jahr genommen haben", sagte der Oberpfälzer Köllner nicht ohne Stolz.

Wir brauchen eine bockstarke Leistung.Club-Trainer Michael Köllner

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